https://www.faz.net/-gtm-uspn

Eintracht Frankfurt : Japans Inamoto kommt vom Bosporus an den Main

  • Aktualisiert am

Neuzugang: der Japaner Junichi Inamoto Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Junichi Inamoto ist die erste Neuverpflichtung des Fußball-Bundesligaklubs Eintracht Frankfurt vor der neuen Saison. Er wechselt von Galatasaray Istanbul an den Main.

          1 Min.

          Dank eines Tipps von Naohiro Takahara ist Eintracht Frankfurt bei der Suche nach einer Verstärkung für das Mittelfeld fündig geworden. Der hessische Fußball-Bundesligist verpflichtete am Dienstag in Junichi Inamoto den zweiten Nationalspieler aus dem Land der aufgehenden Sonne. Inamoto, der zuletzt beim türkischen Spitzenclub Galatasaray Istanbul spielte, kommt ablösefrei an den Main und unterzeichnete einen Zweijahresvertrag mit Option für eine weitere Saison bei entsprechender Anzahl an Ansätzen

          „Takahara hat uns informiert, dass mehrere Spieler, darunter auch Inamoto, Galatasaray ohne Ablöse verlassen können“, sagte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen bei der Vorstellung des 65fachen Nationalspielers. Die Eintracht hatte Inamoto in den letzten drei Wochen intensiv beobachtet. Takahara überzeugte seinen Landsmann schließlich von den Vorzügen der Bundesliga.

          „Ich möchte meine beste Leistung zeigen“

          „Für mich ist es ein großer Schritt von der Türkei in die Bundesliga. Ich möchte gleich im ersten Jahr meine beste Leistung zeigen“, sagte Inamoto, der mit Takahara seit dem 15. Lebensjahr befreundet ist. „Wir haben zusammen in der Junioren-Nationalmannschaft angefangen“, berichtete der 27-Jährige. „Seit ich in Europa spiele, ist Frankfurt der erste Verein, bei dem noch ein Japaner unter Vertrag ist. Das bedeutet sehr viel für mich. Ich kenne seine Spielweise“, sagte Inamoto.

          Seine Vielseitigkeit überzeugte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. „Er kann den defensiven Part übernehmen, aber auch zentral hinter den Spitzen agieren“, erklärte Bruchhagen. Er wartet noch auf eine Erklärung aus Istanbul, dass Inamoto ohne Ablöse Galatasaray verlassen kann. Dessen Vertrag gilt ausschließlich für die Bundesliga. „Ein Spieler wie Inamoto siedelt sich nicht in der 2. Liga an“, erklärte der Eintracht-Chef. Offen ist, ob Inamoto für Japan beim Asien-Cup (7. bis 29. Juli) spielt. „Das kläre ich, wenn ich in Japan bin“, sagte Inamoto. Bruchhagen hofft, dass Inamoto und Takahara im ersten Trainingslager der Eintracht für die Saisonvorbereitung zur Verfügung stehen.

          Der zweimalige WM-Teilnehmer Inamoto startete seine Profikarriere bei Gamba Osaka. 2002 wechselte der Junggeselle in die englische Premier League zu Arsenal London. Weitere Stationen auf der Insel waren der FC Fulham und West Bromwich Albion, ehe er im September 2006 zu Galatasaray Istanbul wechselte. Insgesamt bestritt er 35 Spiele für den türkischen Spitzenclub in Meisterschaft, Pokal und Champions League.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Geplagt vom Chipmangel: Der Standort von MAN in München

          Mangel an Halbleitern : Harter Kampf um die Mikrochips

          Von Traton bis VW: Den Chipmangel bekommen immer mehr Unternehmen mit voller Wucht zu spüren, die sonst viel mehr verkaufen könnten. Es gibt wenig Aussicht auf Besserung.

          Merkel, die Krisenkanzlerin : Rasierklingenritte und Wendepunkte

          Von der Finanz- über die Klima- bis zur Corona-Krise: Die Leistungen eines Kanzlers zeigen sich in den Krisen, die er zu bewältigen hatte. Das hat Angela Merkel einmal gesagt. Daran muss sich die scheidende Regierungschefin messen lassen. Eine Bilanz.
          Angehörige des sechs Jahre alten Eitans betreten am Donnerstag das Familiengericht in Tel Aviv.

          Nach Seilbahn-Unglück : Eitan bleibt vorerst in Israel

          Der Sorgerechtsstreit um den einzigen Überlebenden des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore dauert an, es wird sogar wegen Entführung ermittelt. Nun hat ein Familiengericht in Tel Aviv eine vorläufige Entscheidung getroffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.