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Eintracht Frankfurt : Raus aus dem Remis-Modus

Hofft auf eine Wende in Wolfsburg: Frankfurts Trainer Adi Hütter Bild: Reuters

Frankfurts Weg Richtung erstes Tabellendrittel scheint nicht so weit. Doch dafür muss die Eintracht endlich wieder siegen. In Wolfsburg erwartet Trainer Hütter von seinem Team mehr als nur ein weiteres Unentschieden.

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          Es ist das Treffen zweier Rekordmannschaften. Kaum jemand hätte dies wohl für möglich gehalten. Doch wenn sich die Eintracht zum Auftakt des elften Bundesliga-Spieltags am Freitagabend (Anpfiff 20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) beim VfL Wolfsburg vorstellt, bekommen es die Frankfurter Remiskönige der Liga mit den noch immer ungeschlagenen und so gut wie nie in ihrer Erstligageschichte gestarteten „Wölfen“ zu tun. Gemeinsam mit Bayer 04 Leverkusen sind die Wolfsburger die einzigen, die in den bisherigen zehn Punktspielen von niemandem bezwungen werden konnten.

          Bundesliga
          Ralf Weitbrecht
          (raw.), Sport

          Auch die Eintracht wehrt sich nach Kräften – und tatsächlich hat sie lediglich Ende Oktober das Auswärtsspiel in München verloren. Seitdem hat die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in den Remis-Modus geschaltet. 1:1 gegen Werder Bremen, 2:2 beim VfB Stuttgart, 1:1 gegen RB Leipzig, 3:3 bei Union Berlin, 1:1 gegen Borussia Dortmund. Fünf Unentschieden in Folge – Vereinsrekord. Weil der kommende Gegner Wolfsburg doppelt so viele Spiele (vier) wie die Eintracht (zwei) gewonnen hat, drückt sich dies auch im Tabellenbild aus. Der VfL ist mit 18 Punkten Fünfter, die Eintracht steht mit 13 Punkten als Neunter genau im Mittelfeld der Liga. Doch sie will mehr – sie will nach oben.

          „Den Anschluss nach oben wieder schaffen“

          Nach dem 1:1 gegen den Champions-League-Achtelfinalteilnehmer Dortmund haben sich mehrere Spieler entsprechend geäußert. Der Weg Richtung erstes Tabellendrittel ist nicht so weit. Doch richtig erreicht werden kann es nur durch Siege. Hütter weiß dies, und an seiner Einschätzung, dass ihm vier Siege und drei Niederlagen lieber sind als sieben Unentschieden, hat sich während der Vorbereitung auf die anspruchsvolle Auswärtsbegegnung in Wolfsburg nichts geändert.

          Während der Woche ist Sebastian Rode in die Offensive gegangen. Der Mittelfeldspieler, gegen seinen ehemaligen Klub BVB bis zu seiner Auswechslung Mitte der zweiten Halbzeit der beste Eintracht-Profi, hat sich klar positioniert. „Es ist eine gute Chance, in Wolfsburg drei Punkte zu holen“, sagte der 30 Jahre alte Rode. „Aber da muss viel zusammenkommen.“ Das Ziel bis Weihnachten ist fest umrissen. „Wir wollen den Anschluss nach oben wieder schaffen, denn wir können aktuell nicht zufrieden sein.“

          Grund für Unzufriedenheit

          Auch Makoto Hasebe hat derzeit Anlass, unzufrieden zu sein. Zuletzt wurde der noch zum Saisonstart gesetzte Japaner von Hütter für die vergangenen drei Spiele nicht berücksichtigt. Der Eintracht-Trainer hatte auch keine Veranlassung dafür, denn die Dreierabwehrkette mit David Abraham, Martin Hinteregger und Evan Ndicka hat zuverlässig gearbeitet.

          Trotzdem: Am Freitag in Wolfsburg würde der demnächst 37 Jahre alt werdende Hasebe schon noch gerne spielen. Als Hasebe 2008 aus Fernost nach Europa kam, um professionell Fußball zu spielen, war der VfL seine erste Station. Ein Jahr später wurde er sensationell mit Wolfsburg deutscher Meister. Trainer damals: Felix Magath – einer mit Eintracht-Vergangenheit.

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