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Eintracht in der Einzelkritik : Borrè auf dem Weg zum Torjäger

Luftsprünge: Rafael Borré beim Spiel gegen den BVB Bild: Huebner

Saisontreffer fünf und sechs: Dem Kolumbianer Rafael Borré gelingen gegen Borussia Dortmund erstmals zwei Tore in einem Spiel. Wie haben sich die anderen Profis von Eintracht Frankfurt geschlagen?

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          Kevin Trapp: Es bleibt dabei: Gegen den BVB spielt er nicht zu null. Überzeugte dennoch. Lenkte bereits in der zweiten Minute einen Schuss von Meunier an den Außenpfosten. War mehrmals nicht zu überwinden. Hatte kurz vor der Pause aber Glück, als Malen nur den Pfosten traf. An den drei Gegentreffern konnte er kaum etwas ausrichten.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Tuta: Fand gut ins Spiel. War oft zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. In der zweiten Hälfte büßte der Brasilianer jedoch an Souveränität ein.

          Bundesliga

          Martin Hinteregger: Lange Herr im Haus. Bekämpfte den BVB, allen voran Haaland, wie in seinen besten Zeiten. Robust und kompromisslos. Leitete aber mit einem Stockfehler das 1:2 ein. Verpasste außerdem den Zugriff beim 2:3.

          Evan Ndicka: Vergab die große Chance zum 3:0 mit einem Pfostentreffer. Es gab Phasen, in denen er aufmerksam und passsicher war. Hielt sein ordentliches Niveau aber nicht durch. Nach vorne kommt von ihm normalerweise mehr.

          Sebastian Rode: Der kniegeplagte Profi hielt diesmal 66 Minuten durch. Wurde seiner Führungsrolle mit großer Präsenz und zumeist guten Pässen gerecht. Die Auswechslung des Strategen schadete dem Eintracht-Spiel.

          Ajdin Hrustic: Der Stellvertreter für den Schweizer Djibril Sow, bei dem vor dem Spiel der Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung bestand. Der Australier bemühte sich emsig um Spielkontrolle. An das Niveau von Sow reichte er jedoch nicht heran.

          Timothy Chandler: Mitläufer statt Gestalter. Versuchte mit schlichten Mitteln sein Bestes zu geben. Gelang ihm beim 1:2 aber nicht, weil er den Torschützen Hazard gewähren ließ.

          Filip Kostic: Bereitete mit einem Freistoß das 1:0 von Borré vor. Leitete auch das 2:0 des Kolumbianers ein. Versuchte sich selbst als Torschütze, nur konnte er Kobel mit seinen Schüssen nicht bezwingen. War mit seinem Turboantritt nicht so oft wie gewohnt unterwegs.

          Daichi Kamada: Offenbarte im Topspiel unter dem Strich kein Topniveau. Mit guten Szenen, in denen seine Spielkunst zum Vorschein kam. Tauchte aber auch ab. Das ist nicht neu beim hochveranlagten Japaner.

          Jesper Lindström: Stand überraschend in der Startelf. Denn der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bestätigte sich nicht. War mit seinem Elan und Tordrang ein Gewinn für die Eintracht-Offensive. Nur mit dem Abschluss haperte es: Verpasste gleich zweimal das 3:0. Nationalspieler Can ein Mal getunnelt zu haben, brachte ihm so nichts ein.

          Rafael Borré: Auf dem Weg zum Torjäger. Zum ersten Mal gelangen ihm zwei Treffer in einem Spiel. In den zurückliegenden fünf Spielen schaffte er damit vier Tore. Insgesamt sind es jetzt sechs.

          Sam Lammers: Ersetzte Lindström. Abermals in schwacher Verfassung.

          Kristijan Jakic: Kam für Rode ins Spiel. Konnte als Einwechselspieler nicht seine Stärken ausspielen. Hatte nicht die gewohnte Bissigkeit.

          Makoto Hasebe: Durfte für seinen Landsmann Kamada ran. Schlüpfte diesmal zu wenig in die Rolle des Cheforganisators.

          Goncalo Paciencia: Spielte in der Nachspielzeit anstelle von Hrustic. Konnte nichts mehr bewegen.

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