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Probleme der Eintracht : Kurzschluss im Frankfurter Maschinenraum

  • -Aktualisiert am

Auch Makoto Hasebe zeigte nur eine wenig überzeugende Leistung. Bild: EPA

Mit der Niederlage in Bremen schmilzt der Vorsprung der Eintracht. Die Frankfurter taten sich schwer, nach ihrem Coup über die Münchner Klub-Weltmeister, gegen Werder spielerische Lösungen zu finden.

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          Gut gedacht, schlecht gemacht. Der Plan, den sich die Eintracht zurecht gelegt hatte, klang schlüssig: Mit einem Sieg in Bremen wollte sie ihre Erfolgsserie ausbauen, dann in Ruhe zusehen, wie sich die Konkurrenz schlägt (und zum Teil in direkten Duellen zu Leibe rückt), ehe mit einem Tag mehr Erholungspause anschließend die Vorbereitung auf die kommende Aufgabe angegangen werden sollte. Dumm nur, dass da der SV Werder nicht mitspielte.

          Bundesliga

          Ausgerechnet die Bremer, die zuvor ausgesprochen schwachbrüstig daherkamen, erwiesen sich für die bis dahin so furiosen Frankfurter als Stolperstein. Sie piesackten die Hessen so lange, bis sich in deren Abwehrreihen Fehler einschlichen, die auch Keeper Kevin Trapp nicht mehr auszubügeln vermochte. Das 1:2 zum Auftakt des 23. Spieltags war für das Team von Trainer Adi Hütter eine Niederlage, die weh tat.

          Erstmals seit dem 11. Dezember ging die Mannschaft wieder als Verlierer vom Platz. Damit verpasste sie die Möglichkeit, ihre Position in der Dreiergruppe hinter Spitzenreiter München zu festigen. Stattdessen schmolz der Vorsprung vor dem BVB, der mit seiner Vorstellung deutlich machte, dass beim Kampf um die internationalen Startplätze mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zu rechnen ist – bei dem nicht zuletzt kleine Fehltritte große Folgen haben können.

          Jovic und Silva als mutiges Statement

          Den Frankfurtern hätte ein Punktgewinn an der Weser, in Anbetracht der kommenden Auswärtsgegner – die Dortmund, Leipzig und Gladbach heißen – gut zu Gesicht gestanden. Sie taten sich aber zu schwer, eine Woche nach ihrem Coup über die Münchner Klub-Weltmeister, spielerische Lösungen zu finden, um sich gegen einen Gegner zu behaupten, der seinerseits taktische Mittel wählte, mit denen einige der Stärken der Eintracht neutralisiert wurden.

          Vor allem im Frankfurter Maschinenraum gab es zu viele Kurzschlüsse: Daichi Kamada und Amin Younes besaßen im zentralen Mittelfeld, das die Bremer in der Rückwärtsbewegung konsequent verdichteten, nicht den Handlungsspielraum, um Angriffsaktionen gezielt zu Ende zu bringen. In der Dreierkette stand Martin Hinteregger auf links (als Ersatz für Ndicka) nicht so sicher wie auf seinem angestammten Platz in der Mitte, den diesmal Makoto Hasebe mit einer wenig überzeugenden Leistung besetzte. Und Filip Kostic schlug zwar zahlreiche Flanken, doch für sie waren im Strafraum keine Abnehmer zur Stelle.

          In der Bilanz wiesen die neunzig Minuten für die Eintracht mehr als sechzig Prozent Ballbesitz aus; allerdings gingen die meisten Pässe auf das Konto der in der Abwehr geforderten Hasebe und Hinteregger. Gegen Stuttgart ist mehr offensives Durchsetzungsvermögen nötig, um nicht weiter an Boden zu verlieren. Eine Startelf-Aufstellung von Jovic und Silva wäre wie einst im Herbst 2018, als Hütter (ebenfalls gegen den VfB) erstmals die Büffelherde von der Leine ließ, ein mutiges Statement – sofern die Eintracht der Champions League mit Powerfußball näher kommen will.

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