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Eintracht-Kadercheck : König Kostic und die Stürmersuche

Mittendrin – aber wie lange? Filip Kostic beim Trainingsauftakt der Eintracht vor vier Wochen Bild: dpa

Eine Woche vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal stellt sich die Frage: Ist der Fußball-Bundesligaklub Eintracht Frankfurt gut aufgestellt? Der große Kader-Check.

          4 Min.

          Das erste Pflichtspiel der neuen Saison führt die Frankfurter Eintracht am 8. August zum SV Waldhof Mannheim. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals muss sich die Mannschaft des neuen Cheftrainers Oliver Glasner mit dem Fußball-Drittliga-Klub messen. Im abschließenden Test gegen AS Saint-Étienne am Samstag gab es ein 2:1. Die Neuzugänge Christopher Lenz und Rafael Borré trafen. Wie ist die Eintracht eine Woche vor der ersten Pflichtaufgabe aufgestellt?

          Das Tor

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Im Tor wird Kevin Trapp stehen. Um die Besetzung der Torhüterposition müssen sich Glasner und sein Torwarttrainer Jan Zimmermann keine Gedanken ma­chen. Es sei denn, Trapp verletzt sich. Im Eintracht-Kader ist Trapp eine Leitfigur. Das Aushängeschild des Klubs genießt als meinungsstarker Führungsspieler großen Respekt. Zwei Neuzugänge bewerben sich um den Platz auf der Ersatzbank: Jens Grahl, der vom VfB Stuttgart gekommen ist, und Diant Ramaj (1. FC Heidenheim). Es ist ein Kampf der Generationen – Grahl ist 32 Jahre alt, der Deutsch-Kosovare Ramaj erst 19. Das Talent hat noch kein Pflichtspiel bei den Profis bestritten. Grahl kommt bisher auch „nur“ auf zwölf Bundesligaspiele für die TSG Hoffenheim.

          Die Abwehr

          Glasner hat sich vorgenommen, seiner Mannschaft „mehr defensive Stabilität“ zu verleihen. Aber wie? Der Österreicher könnte mit einer Viererkette spielen lassen. Die beiden zentralen Positionen könnten dann von den beiden Linksfüßern Martin Hinteregger und Evan Ndicka eingenommen werden. Stärkere Verteidiger hat die Eintracht nicht zu bieten.

          Auf der rechten Seite ist Tuta Option Nummer eins, der Allrounder Stefan Ilsanker hätte die Fähigkeit, ihn auf dieser Position zu er­setzen. Almamy Touré steht aufgrund seiner Sehnenverletzung zum Saisonstart nicht zur Verfügung. Den Platz auf der linken Abwehrseite würde wohl der von Union Berlin gekommene Christopher Lenz besetzen. Entscheidet sich Glasner hingegen für eine Dreierabwehrkette, werden diese Tuta, Hinteregger und Ndicka (von rechts nach links) bilden. Bei verletzungsbedingten Ausfällen oder Sperren böte sich auch der 38 Jahre alte Allrounder Makoto Hasebe an. Der Japaner geht in seine 14. Bundesliga-Saison.

          Achtung, ein österreichischer Defensivspezialist kommt geflogen: Martin Hinteregger sorgt hinten bei der Eintracht für Ordnung.
          Achtung, ein österreichischer Defensivspezialist kommt geflogen: Martin Hinteregger sorgt hinten bei der Eintracht für Ordnung. : Bild: dpa

          Das zentrale Mittelfeld

          Mittelfeldspieler haben die Frankfurter reichlich. Im Zentrum ist der Spielstratege Hasebe ein Garant für Stabilität auf der Sechserposition. Mit seiner Übersicht und seiner Erfahrung trägt er maßgeblich zu ei­ner guten Spielanlage bei. Sebastian Rode, der neue Kapitän, bereichert mit seiner großen Laufbereitschaft und Zweikampfstärke das Frankfurter Spiel ebenfalls. Dafür muss er aber im Vollbesitz seiner Kräfte sein. Momentan plagt ihn wieder eine Blessur in Form einer Kniereizung.

          Djibril Sow ist zu oft Leistungsschwankungen unterworfen. Nachdem sich der Schweizer Nationalspieler in der Rückrunde der zurückliegenden Spielzeit ordentlich gesteigert hatte, büßte er im Rundenendspurt wieder an Form ein. Auch bei der EM vermochte sich Sow mit Kurzeinsätzen nicht in den Vordergrund zu spielen. Der österreichische Nationalspieler Ilsanker ist mit seinen Allrounder-Qualitäten zur Stelle, wenn Not am Mann ist.

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