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Stürmer für Eintracht gesucht : Hütter drückt aufs Tempo

  • -Aktualisiert am

Adi Hütter sucht einen neuen Stürmer als Ersatz für den abgewanderten Bas Dost. Bild: dpa

Nach dem Abgang von Dost wünscht sich Hütter einen schnellen Ersatzmann. An Kandidaten mangelt es nicht. Acht Spieler wurden ihm präsentiert, zwei davon interessieren den Eintracht-Trainer.

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          Für das neue Jahr macht Adi Hütter den Anhängern von Eintracht Frankfurt Hoffnung. „Wir können eine gute Rückrunde spielen – wenn bei uns alle gesund bleiben und wenn wir hoffentlich noch einen richtig guten Transfer machen können, der uns hilft“, sagte der Cheftrainer zwei Tage vor dem Punktspielstart 2021 an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) zu Hause gegen Bayer Leverkusen.

          Gesucht wird anstelle des zum FC Brügge abgewanderten Bas Dost ein Stürmer, dessen Anforderungsprofil Hütter so beschreibt: „Er muss einen gewissen Speed, ein gutes Tempo haben.“ Die nötige „physische Präsenz“, um sich „durchsetzen“ zu können, verlangt der Trainer ebenfalls von der zukünftigen Verstärkung. An Kandidaten mangelt es nicht, Sportvorstand Fredi Bobic und Chefscout Ben Manga hätten „sieben bis acht Spieler“ zur Auswahl präsentiert, „von denen jeder auf seine Art interessant ist“.

          Jovic und Zirkzee interessieren Hütter

          Namentlich ging Hütter auf Nachfrage auf zwei Spieler ein: Bei Luka Jovic könne er sich „schon vorstellen, dass er vielleicht nichts dagegen hätte, wieder in Frankfurt zu spielen“. Der 50 Jahre alte Österreicher verwies jedoch auf das Jahressalär von Jovic bei Real Madrid, das in Spanien mit rund zehn Millionen Euro angegeben wird. „Ob das alles bei einem Leihgeschäft zu stemmen ist“, dafür sei er der falsche Ansprechpartner, meinte Hütter. Den 19 Jahre alten Joshua Zirkzee von Bayern München stufte er als „sicherlich interessanten Spieler“ ein. Aber da müssten sich bei den Verhandlungen „beide Parteien näherkommen“. Denkbar ist, dass sich die Eintracht in einem Leihvertrag eine Kaufoption sichern möchte. „Verpflichten wir jemand fest? Oder können wir einen Spieler bis zum Sommer ausleihen?“ – das sei laut Hütter die Grundsatzfrage. Im Sommer, fügte er hinzu, sei der Spielermarkt „womöglich wieder größer“.

          Aktuell als Stürmer Nummer eins ist André Silva beim Trainer „absolut gesetzt“. Zwar müsse die Eintracht jemanden finden, „der uns gleich helfen kann. Aber wir brauchen jemand, der in die Rolle schlüpfen und sagen kann: Okay, ich kann dann aushelfen, wenn ich gebraucht werde“, sagte Hütter. Mit dieser Aufgabe könnte sich Jovic vermutlich nicht anfreunden. Nach den Leistungen von Silva in der ersten Saisonhälfte hat der Trainer allerdings keinen Grund, beim Spielen mit einer Sturmspitze nicht auf den portugiesischen Nationalspieler zu setzen. Silva sei „grundsätzlich in einer sehr guten körperlichen Verfassung“. Aufgrund fehlender Alternativen im Angriff – Ragnar Ache kann nach seiner Verletzung noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen – werde er Silva unter der Woche allerdings „nicht in den Glaskasten stellen und ihn nur am Wochenende für die Spiele herausholen“, sagte Hütter und grinste.

          Auf den Weggang von Dost angesprochen, reagierte er mit ernster Stimme. „Wenn wir von einem Weihnachtsgeschenk sprechen, war es kein schönes, weil es für mich irgendwo schon überraschend war“, betonte der Trainer. Das wirtschaftliche Gesamtpaket bei dem Transfer – allein die Ablösesumme für den Niederländer soll zwischen vier und fünf Millionen Euro liegen – habe für die Eintracht aber „ein Stück weit einen Sinn gemacht“. Sportlich hingegen sei der vorzeitige Abgang von Dost „ein Verlust“.

          Im Duell mit dem Tabellenzweiten Leverkusen, das von 13 Spielen nur das gegen Bayern München verloren hat, könnte Stefan Ilsanker für den gesperrten Sebastian Rode zum Einsatz kommen. Es wäre im Personalpuzzle die defensivere Variante. Nach der kurzen Weihnachtspause sieht Hütter seine Mannschaft gewappnet für die Herausforderung. Der bei seinem Team durchgeführte Laktattest sei „einer der besten“ gewesen. „Was das Physische betrifft, dürfen wir uns auf eine gute Rückrunde freuen“, blickte der Trainer weit voraus ins neue Jahr.

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