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Eintracht Frankfurt : Hoffnung in der Not: Pröll ist auf dem Sprung

  • -Aktualisiert am

Wieder im Training: Markus Pröll Bild: Wonge Bergmann

Zwei Monate lang ist Markus Pröll am Sprunggelenk verletzt gewesen. Doch an diesem Mittwoch steigt der Torhüter der Frankfurter Eintracht wieder ins Training mit der Mannschaft ein. Und er soll diese Saison auch noch zwischen die Pfosten zurückkehren.

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          An diesem Mittwoch will Markus Pröll zum ersten Mal nach einer mehr als zwei Monate dauernden Verletzungspause wieder mit seiner Mannschaft trainieren. Der Torwart der Frankfurter Eintracht hatte sich am 23. Januar bei einem unglücklichen Trainingszusammenprall mit dem Kollegen Martin Fenin einen Anriss des Syndesmosebandes zugezogen. In Absprache mit den behandelnden Ärzten hatte Pröll auf eine Operation verzichtet und einer konservativen Behandlung vertraut. Wochenlang hatte der 28 Jahre alte Torwart einen gelenkunterstützenden medizinischen Schuh, später musste er eine Schiene tragen.

          Seit mehr als einer Woche nun steht Pröll wieder im Training. Auf die freien Tage über Ostern hat er verzichtet und dafür lieber mit Torwart-Trainer Andreas Menger an seinem Comeback gearbeitet. Ganz langsam wurden in den letzten Tagen die Belastungen gesteigert. Zunächst waren es nur ein paar einfache Bälle, die Pröll abgefangen hat. Zuletzt aber waren es schon wieder die präzisen Schüsse des Trainers, die ihm keine körperlichen Mühen bereitet haben. Er fühle sich „sehr gut“, sagte Pröll am Dienstag, „ich kann fast alles machen, was man als Torwart machen muss“.

          Nikolov in Leverkusen zwischen den Pfosten

          Pröll, der es in den vergangenen Jahren gelernt hat, nach schweren Verletzungen Geduld aufzubringen, will auch diesmal nichts überstürzen. Deshalb lässt er auch die Frage offen, ob schon das Auswärtsspiel an diesem Samstag bei Bayer Leverkusen für ihn ein Thema sein könnte. Zunächst müsse er die höheren Belastungen beim Training mit den Kollegen abwarten, sagt Pröll, „erst dann kann ich mich mit dem Trainer darüber unterhalten, ob es geht oder nicht“. Friedhelm Funkel sieht das ganz genauso. Er werde Pröll bei den wenigen Übungseinheiten bis zum Freitag „genau beobachten“ und dann gemeinsam mit dem Spieler und den Ärzten entscheiden, ob Pröll am Samstag schon auf die Bank zurückkehren könnte. Dass der 33 Jahre alte Oka Nikolov, Prölls bewährter Vertreter, auch in Leverkusen zwischen den Pfosten stehen wird, steht außer Frage.

          Prölls Rückkehr, so sie denn klappt, könnte zu keinem passenderen Zeitpunkt kommen. Denn ein anderer aus dem Torwart-Trio der Eintracht wird bis zum Saisonende ausfallen. Wochenlang hat sich der 22 Jahre alte Jan Zimmermann mit Schmerzen am Knöchel über die Runden gequält, seit vergangener Woche geht nichts mehr. Nur am Abschlusstraining hatte Zimmermann in den letzten Wochen jeweils teilgenommen, um als eine Art Versicherung bei einem möglichen Ausfall Nikolovs wenigstens bei den Bundesligaspielen auf der Bank sitzen zu können.

          Zimmermann muss unters Messer

          Aber auch die Schonungen haben nicht wirklich weitergeholfen, die Schmerzen sind immer stärker geworden. „Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen, dass Jan sich operieren lässt“, sagt Friedhelm Funkel. An diesem Mittwoch soll der Eingriff vorgenommen werden, dabei soll Zimmermann eine Wucherung aus dem Sprunggelenk entfernt werden. Kann Markus Pröll am Samstag bei den spielstarken Leverkusenern noch nicht zurückkehren, hat Funkel neben den vielen anderen personellen Problemen auch noch eine Notsituation, was die Torwartposition betrifft.

          Neue Nummer drei oder Nummer zwei – je nachdem, wie schnell Stammtorwart Pröll sein Comeback feiern kann – ist bis zum Saisonende Jan Hofmann. Der 19 Jahre alte Torhüter der A-Jugend, vor der Saison vom 1. FC Kaiserslautern gekommen, hat seit Wochen mit der Profimannschaft trainiert. Aber weil Uerdingen nicht Leverkusen ist, wird Funkel Markus Pröll besonders gut beobachten – und besonders hoffnungsvoll.

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