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Eintracht-Wut über Fans : „Muss es erst den ersten Toten geben?“

Nach den Vorfällen in Frankreich hat die UEFA die Eintracht auf Bewährung gesetzt. Bild: dpa

Mit scharfen Worten äußern sich die Verantwortlichen des Bundesligaklubs Eintracht Frankfurt zu den jüngsten Ausschreitungen ihrer Fußball-Anhänger. Sie fordern ein entschiedenes Umdenken.

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          Auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt hat Axel Hellmann die Zuschauerausschreitungen beim Champions-League-Spiel in Marseille heftig kritisiert, auch das Fehlverhalten der Frankfurter Anhänger. Zwar sei der „Beschuss“ aus dem Fanblock von Marseille intensiver gewesen. Aber „wir dürfen uns nicht die Frage stellen, was war schlimmer“, sagte der Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG am Montagabend.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          „Ich möchte nicht, dass aus einem Eintracht-Block auf andere Blöcke geschossen wird. Wir reden hier über Gewalt und kriminelle Energie – und nicht über Fankultur“, fügte Hellmann hinzu.

          Hellmann: „Ein absurder Irrweg“

          Er stellte die Frage: „Muss es erst den ersten Toten geben, damit es ein Umdenken gibt?“ Wenn das die Zukunft sei, Pyrotechnik abzuschießen, „sind wir auf einem absurden Irrweg“, betonte Hellmann. Klar sei außerdem, dass die vermeintlichen Anhänger, die den Hitlergruß gezeigt hätten, keinen Platz bei der Eintracht auf der Tribüne haben. „Dass wir solche Leute bei uns nicht haben wollen, ist doch klar. Dass muss hier nicht gesagt werden“, hob der Vorstandssprecher hervor.

          Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte den hessischen Bundesligaklub vergangene Woche für die Vorfälle am 13. September in Marseille mit einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 45.000 Euro belegt. Außerdem wurden der Eintracht zwei Ausschluss-Strafen für einen Zeitraum von einem Jahr zur Bewährung auferlegt: Eine Teilschließung beim nächsten Europacup-Heimspiel um mindestens 1000 Plätze sowie ein Fanausschluss bei einem Auswärtsspiel.

          Die Aufarbeitung der Vorfälle sei noch nicht vorbei. „Wir sind ein Fan-naher Klub und wollen das auch in Zukunft immer sein und bleiben“, sagte Präsident Peter Fischer, der am Abend mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde. „Wir haben im Verein einen Pyro-Paragraphen und klare Richtlinien. Wir wollen Champions League feiern ohne Zuschauerausschluss und Strafen.“

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