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Torlos gegen Hertha : Der Eintracht geht die Puste aus

Schweres Spiel: Lucas Torro (links) und die Eintracht findet keine Lösung gegen Berlin. Bild: AFP

Im Kampf um den Champions-League-Platz wird es für Eintracht Frankfurt eng: Die Hessen müssen sich Hertha BSC mit einem 0:0 begnügen. Auch eine Rote Karte für einen Berliner hilft nicht.

          Eintracht Frankfurt befindet sich unmittelbar vor Ende der Saison in der glücklichen Lage, noch zwei Möglichkeiten zu besitzen, sich für die Champions League qualifizieren zu können. Auf dem im Vergleich zur Europa League, wo nach einem erfolgreichen Halbfinale gegen Chelsea ein Triumph im Finale in Baku nötig wäre, naheliegenden Weg über das Geschäft in der Bundesliga, kamen die Hessen dabei am Samstag nur einen Mini-Schritt voran. Gegen Hertha BSC Berlin erreichte die erschöpft wirkende Mannschaft von Trainer Adi Hütter lediglich 0:0, womit sie zumindest den vierten Rang behauptet unabhängig vom Ausgang des Abendspiels von Borussia Mönchengladbach beim VfB Stuttgart (18.30 Uhr/ F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und Sky).

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          Dass unmittelbar vor dem Anstoß am Samstag ein Platzregen über dem Stadion niederging, machte beiden Teams gleichermaßen zu schaffen. Auf dem rutschigen Rasen fehlte es ihnen gerade in der ersten Halbzeit an Standhaftigkeit, zudem versprang der Ball oft unkontrolliert, so dass ein geordneter Spielaufbau weder hüben noch drüben zu sehen war. Vom offensiven Schwung, mit dem die Frankfurter zuletzt viele Gegner überrumpelt hatten, war wenig zu spüren. Stattdessen setzte Berlin sogleich die ersten Akzente.

          Eintracht kommt spät ins Spiel

          Nachdem sich Eintracht-Libero Makoto Hasebe bei einem Zweikampf an der Seitenlinie verschätzt hatte, konnte er von Glück sagen, dass sein Kollege Gelson Fernandes die Situation noch bereinigte und im Strafraum vor Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic klärte (10. Minute). Hasebe war wiederum in der nächsten Szene beteiligt, bei der es im Strafraum vor dem Frankfurter Keeper Kevin Trapp brenzlig wurde, doch diesmal bremste der Japaner in Kombination mit Martin Hinteregger den auch ansonsten auffälligen Ondrej Duda (20.). Darüber hinaus ließ Ibisevic die Gelegenheit verstreichen, freistehend aus zwei Metern nach einer Flanke von Lukas Klünter einzuköpfen (23.).

          Erst später legte der Europa-League-Halbfinalist seine Zurückhaltung ab, nutzte die Freiräume, die ihm das lückenhafte Stellungsspiel der Berliner bot und kam durch Ante Rebic (32.) sowie Jonathan de Guzman (34.) zu Chancen. Im zweiten Abschnitt war das, was die Frankfurter boten, um zum Erfolg zu kommen, vielfach zu fehlerhaft, ausgereifte Angriffskombinationen fanden keine statt. Hertha verlor Klünter durch Gelb-Rot (80.). Trotzdem musste Trapp in Überzahl Kopf und Kragen riskieren, um bei einem Schuss von Per Skjelbred die Niederlage abzuwehren (90.).

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