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Eintracht Frankfurt : Funkels Fragen - wie und vor allem wer?

  • -Aktualisiert am

Eintracht-Neuzugang Takahara fällt längerfristig aus Bild: picture-alliance/ dpa

39 Tage hat die Vorbereitung gedauert, acht Privatspiele hat die Frankfurter Eintracht bestritten. Und doch sagt Trainer Funkel drei Tage vor dem Liga-Start, „daß ich noch nicht weiß, wie ich spielen lasse und wen ich aufstelle“.

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          39 Tage hat die Vorbereitung bisher gedauert, acht Privatspiele hat die Frankfurter Eintracht seit dem 3. Juli bestritten. Und doch sagt Trainer Friedhelm Funkel drei Tage vor dem Start am Samstag beim FC Schalke 04, „daß ich noch nicht weiß, wie ich spielen lasse und wen ich aufstelle.“ Der Frankfurter Trainer, mit 320 Spielen der erfahrenste in der höchsten deutschen Spielklasse, läßt seine eigenen Spieler, die Öffentlichkeit und nicht zuletzt den Gegner im Ungewissen über seine Pläne für den Auftakt. Dabei sind die Alternativen nicht so groß, wie es Funkel gerne hätte.

          Mit dem Brasilianer Chris Hening, Kapitän Jermaine Jones und den Neuzugängen Michael Fink und Naohiro Takahara fallen vier Spieler langfristig aus. Dazu stehen hinter den Einsatzmöglichkeiten von Sotirios Kyrgiakos, Patrick Ochs, Christoph Preuß und Markus Weissenberger mehr oder weniger große Fragezeichen. Kyrgiakos klagt seit Dienstag über Probleme im Rücken und konnte weder beim Testspiel in Weyer noch beim Training am Mittwoch mitmachen. Patrick Ochs dagegen hat zum ersten Mal nach überstandenem Zehenbruch 45 Minuten gespielt. Christoph Preuß leidet noch immer unter einer langen Verletzungspause nach einem Bandscheibenvorfall und Markus Weissenberger trat zuletzt kürzer wegen Problemen in der Leiste.

          90 Minuten für Preuß noch zu lang

          Bei allen vier Spielern hat der Frankfurter Trainer noch Hoffnung, daß sie am Samstag zur Verfügung stehen. Aber sicher ist es nicht. Kyrgiakos und Weissenberger sollten an diesem Donnerstag „schon trainieren“ und ihre Fitneß unter Beweis stellen, fordert Funkel, „sonst könnte es eng werden“. Bei Patrick Ochs will Funkel „genau hinschauen“, ob die zweiwöchige Trainingspause Spuren hinterlassen hat. Und Christoph Preuß traut er neunzig Minuten sowieso noch nicht zu. Alles in allem halten sich die personellen Alternativen in engen Grenzen.

          Als erste Grundsatzentscheidung muß Friedhelm Funkel über das Spielsystem befinden. Während der gesamten Vorbereitungszeit wurde mit einem vorderen Stürmer und zwei offensiven äußeren Mittelfeldspielern gespielt. Am Dienstag nun, um den neuen Stürmer Michael Thurk bereichert, ging Funkel von dieser Ordnung ab und stellte Thurk Ioannis Amanatidis als zweite Spitze zur Seite. Mit durchschlagendem Erfolg. Beide erzielten beim 16:0 je vier Treffer, gegen einen allerdings völlig überforderten Gegner. Auch beim Training am Mittwoch sah die Aufgabenverteilung in der offensiven Abteilung ähnlich aus. Hinter dem Sturmduo versuchten sich Albert Streit auf rechts, Alex Meier in der Zentrale und abwechselnd Christopher Reinhard und Benjamin Köhler auf links. Als einziger defensiver Mittelfeldspieler war Benjamin Huggel übrig geblieben, auch weil seine Kollegen Jones, Chris und Fink wegen Verletzungen ja nicht zur Verfügung stehen.

          Hinten mit Rehmer, Vasoski und Spycher

          In der abwehrenden Abteilung haben Marko Rehmer, Aleksandar Vasoski und Christoph Spycher ihre Plätze ziemlich sicher. Vierter Mann in der Kette wird entweder Neuzugang Kyrgiakos sein, dann würde Rehmer auf der rechten Seite spielen, oder Ochs, dann würde Rehmer neben Vasoski in die Innenverteidigung rücken. Friedhelm Funkel: „Ich pokere nicht, ich weiß es einfach noch nicht.“

          Bleibt die Frage nach dem Torhüter. Oka Nikolov und Markus Pröll haben sich in der Vorbereitung abgewechselt - und offiziell hat Funkel die Entscheidung noch nicht bekantgegeben. Intern aber ist durchgesickert, daß er sich für Herausforderer Markus Pröll als neue „Nummer eins“ entschieden haben soll.

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