https://www.faz.net/-gtm-9rpkt

„Gutsherrenart“ : Eintracht-Fans kritisieren Bobic harsch

Im Fokus vor allem der organisierten Fans: Fredi Bobic Bild: dpa

Die mögliche Verpflichtung von Andreas Möller erhitzt weiter die Gemüter bei der Frankfurter Eintracht. Die Anhänger positionieren sich in einem offenen Brief nun auch gegen den eigenen Sportvorstand.

          1 Min.

          Wegen der geplanten Verpflichtung von Andreas Möller als Chef des Nachwuchs-Leistungszentrums hat die organisierte Fanszene der Frankfurter Eintracht Kritik an Sportvorstand Fredi Bobic geübt. „Erfolg hin oder her: Mit welchem Recht maßt sich Fredi Bobic an, die Kritik an der Personalie Möller mit seinem persönlichen Schicksal zu verbinden?“, heißt es in einer Mitteilung der Fanvertretung „Nordwestkurve“, über die am Sonntag zunächst die Deutsche Presse-Agentur berichtete. „Das klingt gleichzeitig nach Gutsherrenart eines Sonnenkönigs, aber auch wie ein beleidigtes, bockiges Kind. In jedem Fall aber zeigt sich eine seltsame Vorstellung von Demokratie in einem Fußballverein.“

          Bobic hatte Möller, der als Nachfolger von Armin Kraaz im Gespräch ist, gegen offene Kritik aus Kreisen der Ultras verteidigt. Im Rahmen des Kongresses der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Donnerstag stellte er klar: „Wer gegen Möller ist, ist auch gegen mich.“ Kraaz wechselt an diesem Dienstag in die Auslandsabteilung des Klubs.

          Die Ultras des Fußball-Bundesligaklubs hatten im Rahmen des Europa-League-Spiels gegen den FC Arsenal (0:3) mit Transparenten und Flyern gegen eine Verpflichtung Möllers Position bezogen, auch bei der Partie gegen Borussia Dortmund (2:2) am vorigen Sonntag gab es Proteste. Dabei warfen sie dem heute 52-Jährigen vor, sich nicht mit dem Klub zu identifizieren.

          Am Sonntag legte die „Nordwestkurve“, die von einem elfköpfigen Rat vertreten wird, nun nach. Die Fanorganisation schrieb auf ihrer Homepage, dass sie nicht in die Belange der Verantwortlichen hineinreden wolle, aber eine Verpflichtung von Möller, egal in welcher Funktion, sei „ein absolutes No-Go. Qualifikation, erfülltes Anforderungsprofil und sportliche Sachzwänge hin oder her – Andy Möller hat bei unserem Verein nichts verloren!“ Und Fredi Bobic solle es mit seinen Entscheidungen, „die dem Geist von Eintracht Frankfurt nicht entsprechen“, nicht übertreiben.

          Weitere Themen

          Dortmund empfängt Paris St Germain Video-Seite öffnen

          Champions-League-Achtelfinale : Dortmund empfängt Paris St Germain

          der Champions League beginnt nun mit dem Achtelfinale die K.o.-Phase des Turniers. Dabei treffen die Spieler von Borussia Dortmund auf das Team von Paris St. Germain. Der Coach des Gäste-Teams ist ein alter Bekannter: Thomas Tuchel war zwei Jahre lang Trainer von Borussia Dortmund.

          „Donnerstag ist Eintracht-Tag“

          Frankfurter Kampfansage : „Donnerstag ist Eintracht-Tag“

          Die rauschenden Europapokal-Abende haben die Eintracht zuletzt stets beflügelt. Auch im Hinspiel gegen Salzburg soll das so sein. Die Frankfurter profitieren dabei von zwei Winterabgängen der Österreicher.

          Topmeldungen

          CDU-Kandidat Röttgen : Ein Redner ohne eigene Truppen

          Geschätzt als Außenpolitiker, gescheitert als Landeschef – Norbert Röttgens Bewerbung für den CDU-Bundesvorsitz kommt unerwartet. Im Wahlkampf setzt er vor allem auf einen: sich selbst.
          Angehörige der uigurischen Minderheit in China demonstrieren 2009 in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina.

          Internierte Muslime in China : Willkür mit System

          Ein internes chinesisches Regierungsdokument zeigt, dass schon ein falscher Mausklick ausreicht, um in Xinjiang im Umerziehungslager zu landen. Auch wer zu viele Kinder hat, macht sich verdächtig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.