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Eintracht-Fan in Corona-Krise : „Es ist jetzt erschreckend wenig Emotion da“

Es war einmal: Eintracht-Fans mit einer Choreografie bei einem Spiel im Europapokal im Oktober 2018 Bild: dpa

Seit es Geisterspiele gibt, ringt Dominik Ziegra als Fan und Sprecher der Eintracht-Vereinigung „Nordwestkurve“ um seine Beziehung zum Fußball. Er wünscht sich ein neues System – und das alte Leben zurück. Aber das könnte für lange Zeit vorüber sein.

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          Das Leben von Dominik Ziegra lässt sich in zwei Hälften teilen. In jene Tage, an denen die Eintracht spielt. Und in die anderen, an denen sie nicht spielt. Ziegra geht seit rund zwanzig Jahren zu jedem Spiel der Eintracht, auch zu den Auswärtsspielen. Mit vierzehn wurde er vom Fußball abhängig. Ziegra ist jetzt 35 Jahre, er arbeitet in der Pharmaindustrie und ist in verschiedenen Städten unterwegs. Durch sein Haar ziehen sich erste graue Strähnen. Ziegra spricht druckreif, und im Anzug sähe er wohl nicht anders aus als Zehntausende von Männern, die in der Bankenstadt Karriere machen. Einen Sprecher von Fans und Ultras stellt man sich anders vor.

          Bundesliga
          Michael Horeni
          Fußballkorrespondent Europa in Berlin.

          Es ist Corona-Spieltag Nummer drei, als Ziegra in einem Frankfurter Café über den Fußball und sein Leben als Fußballfan redet. Er trägt ein neutrales Poloshirt, äußerlich gibt es nichts, was ihn als einen Menschen ausweist, der sein Leben nach dem Fußball ausrichtet. Ein Leben, das es so nicht mehr gibt, ohne die Bedeutung, die ihm die Kurve gegeben hat.

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