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Eintracht in der Einzelkritik : Ein kopfloser Anführer

Gegen Berlin nicht immer auf der Höhe: Makoto Hasebe Bild: nordphoto GmbH / Bratic

Eintracht Frankfurt gibt bei der Pleite gegen Hertha BSC ein schwaches Bild ab. Nicht nur die Leistung von Makoto Hasebe wirft Fragen auf. Die Spieler in der Einzelkritik.

          2 Min.

          Kevin Trapp: Haderte sehr mit dem Zustandekommen des 0:1 durch Richter. Beim zweiten Hertha-Tor von Ekkelenkamp ohne Abwehrchance. Verhinderte zwei weitere Berliner Treffer. Nach dem Coup von München hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Martin Hinteregger: Sein Einsatzgebiet war diesmal die für ihn ungewohnte rechte Abwehrseite. Mit großen Anpassungsproblemen. Wirkte verunsichert und war für seine Verhältnisse oft nicht im Bilde wie beim 0:2. Stand immerhin dem dritten Hertha-Treffer zweimal im Weg.

          Bundesliga

          Makoto Hasebe: Warum war der Kapitän so nervös? Hatte große Probleme, seine Pässe an die Mitspieler zu bringen. Sein schlechtes Rückspiel zu Trapp brachte den Torwart in Not. Auch in den Zweikämpfen nicht mit der gewohnten Souveränität. Als kopfloser Anführer ein schlechtes Beispiel. Hatte aber die meisten Ballkontakte (92).

          Evan Ndicka: Passte sich dem niedrigen Niveau an. Bei beiden Gegentoren nicht zur Stelle. Gewann zwar 72 Prozent seiner Zweikämpfe, aber nicht die wichtigen. Mit einem haarsträubenden Fehlpass, der seinen mangelhaften Auftritt anschaulich machte.

          Kristijan Jakic: Warf kämpferisch alles in die Waagschale. Ging mit Verve zur Sache. Sein Schuss aufs Hertha-Tor nach 28 Minuten war der erste gefährliche der Eintracht. Ihm war der Unmut über die schwache Leistung anzusehen.

          Djibril Sow: Wie gewohnt viel unterwegs. Trotzdem nur ein Mitläufer. Konnte kaum etwas bewegen. Dazu mit großer Abschlussschwäche: Seine Schüsse müssen viel präziser werden.

          Timothy Chandler: Das Spiel lief an ihm vorbei. Ließ sich einmal den Ball abnehmen, was seine fehlende Handlungsschnelligkeit unterstrich. Zurecht zur Halbzeitpause ausgewechselt.

          Jens-Petter Hauge: Für das Talent, das ihm die Eintracht bescheinigt, kommt von ihm viel zu wenig. Im entscheidenden Moment oft zu durchsetzungsschwach. Braucht mehr Struktur in seinem Spiel. Hatte Probleme bei der Ballannahme.

          Filip Kostic: Machte diesmal nicht den Unterschied im Spiel aus. Versuchte viel, aber für seine Verhältnisse gelang ihm wenig. Wenn er nicht in Fahrt kommt, bleibt der Eintracht-Erfolg aus. Mit den meisten Torschussvorlagen (7).

          Jesper Lindström: Das Bild vom Dänen verfestigt sich: In dieser Verfassung kann er sich in der Bundesliga nicht behaupten. Ihm mangelt es an Körperlichkeit. Bekommt dennoch viele Einsätze. Kann das Vertrauen von Trainer Glasner nicht rechtfertigen.

          Sam Lammers: Wurde vor dem Spiel von Glasner gelobt. Auch der Niederländer konnte die Vorschusslorbeeren aber nicht bestätigen. War kaum ins Spiel eingebunden, da er nicht dort stand, wo er hätte stehen müssen. Zu langsam und ohne den erforderlichen Behauptungswillen. Letztlich ohne Torabschluss.

          Almamy Touré: Ersetzte Chandler. Vor dem 0:2 nicht auf der Höhe. Konnte nicht die erhofften Impulse geben.

          Daicha Kamada: Kam für Lindström ins Spiel. Einer der Besseren mit seinen spielerischen Fähigkeiten. Was aber an diesem Tag keine Kunst war.

          Rafael Borré: Durfte nach einer Stunde für Lammers ran. Hatte die meisten Torschüsse (2). Das sagt alles.

          Goncalo Paciencia: Löste Jakic ab. Holte den Elfmeter raus und verwandelte ihn sicher zum 1:2. Grund zu großer Freude hatte er aber nicht.

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