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Eintracht Frankfurt : Ein verlorenes Jahr

Caio: Wie lange muss Frankfurt noch warten, bis er die Ernsthaftigkeit des Berufs erkennt? Bild: ddp

Die Eintracht bleibt in der vergangenen Saison manches schuldig. Auch weil allerhand Spieler Erwartungen nicht erfüllen. Das Arbeitsprotokoll offenbart zu viele Schwachpunkte.

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          Die Eintracht bleibt in der vergangenen Saison manches schuldig. Auch weil allerhand Spieler Erwartungen nicht erfüllen. Das
          Arbeitsprotokoll offenbart zu viele Schwachpunkte.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          TOR

          Markus Pröll (18 Spiele/0 Tore): Er hat nur die halbe Saison gespielt. Auch die Leistung war geteilt. Von Verletzungen zurückgeworfen, ist ihm zu Beginn der Rückrunde einiges schief gegangen. Zuletzt wieder in guter Form. Sollte bleiben.

          Einer der Lichtblicke bei der Eintracht: Nikos Liberolpoulos (Mitte)
          Einer der Lichtblicke bei der Eintracht: Nikos Liberolpoulos (Mitte) : Bild: REUTERS

          Oka Nikolov (18/0): Der Stoiker auf der Linie, auf den zumeist Verlass ist. Wird zum Ende seiner Karriere aber immer verletzungsanfälliger. Der Letzte der alten Eintracht-Garde. Sollte bleiben.

          Jan Zimmermann (1/0): Wenn er gebraucht wird, springt er mit großer Ruhe und viel Talent ein. Doch zum Durchbruch reichte es wieder nicht. Kann gehen.

          ABWEHR

          Patrick Ochs (30/0): Der rote Renner. Unter Funkel zur Stammkraft geworden. Bei allem Elan und Eifer mitunter zu ungestüm. Eines der Frankfurter Gesichter. Wird bleiben.

          Sebastian Jung (6/0): Hat sein Talent schon nachgewiesen. Mann mit Zukunft. Die Eintracht sollte eine Möglichkeit finden, dass es auf Dauer nicht heißt: Ochs oder Jung, sondern Ochs und Jung. Wird bleiben.

          Marco Russ (33/4): Innenverteidiger mit Potential. Wünscht sich einen gestandenen Mitspieler, der ihn führt. Unterstützung wäre hilfreich, denn Russ spielt selten über Monate konstant. Mittlerweile etablierter Bundesligaspieler. Wird bleiben.

          Habib Bellaid (22/0): Begabung ist dem Franzosen nicht abzusprechen, er ist schnell und beweglich. Von der bei der Verpflichtung gepriesenen „Spieleröffnung“ war nichts zu sehen. Fürs eigene Tor gefährlicher als fürs gegnerische. Wird bleiben.

          Aaron Galindo (10/0): Nach einer guten Saison 2007/2008 fand er, auch wegen Verletzungen, nie mehr zur gewohnten Form zurück. Zusätzlich vom Heinweh gepackt. Ist schon weg.

          Aleksandar Vasoski (1/0): Er war der Pechvogel, und er ist der Pechvogel. Zwei Lungenoperationen, zudem ein Knorpelschaden im Knie. Was muss der Mazedonier noch alles ertragen? Sollte bleiben.

          Chris (19/0): Zum Ende hin schwächelte der variable Brasilianer, der je nach Anforderung mal in der Abwehr spielt, und mal davor. Hat hohe Ansprüche an sich selbst. Auch in dieser Saison vor Verletzungen und Hinausstellungen nicht gefeit. Wird bleiben.

          Christoph Spycher (18/0): Erst als er wegen einer Knieverletzung fehlte, wurde sein Wert für das Mannschaftsgefüge deutlich. Trotz Zugängen und Notlösungen ist der erfahrene Schweizer noch immer Frankfurts bester linker Verteidiger. Ein Tor könnte er aber ruhig mal schießen. Wird bleiben.

          Nikola Petkovic (6/0): Im Winter, als die Not auf links groß war, vom Balkan gekommen und ohne Leistungsnachweis mit einem Dreieinhalbjahresvertrag belohnt. Warum nur? Sollte gehen.

          Alexander Krük (1/0): Es ist ungerecht, nach einem Dreiminuten-Einsatz ein endgültiges Urteil zu fällen. Es bleibt die Erkenntnis, dass es wohl für die Bundesliga nicht reicht. Sonst wäre er öfter dabei gewesen. Sollte gehen.

          MITTELFELD

          Zlatan Bajramovic (6/0): Neben Vasoski der zweite Pechvogel. Leidet seit mehr als einem Jahr unter seinem lädierten Zeh. Braucht für sein laufintensives Spiel Kraft und Ausdauer. All das fehlt ihm noch. In fittem Zustand wohl ein Gewinn für die Mannschaft. Wird bleiben.

          Mehdi Mahdavikia (12/0): Er musste lange auf seine Chance warten, dann nutzte er sie nur in Ansätzen. Die einstige Schnelligkeit ist dem ehemaligen Stadtmeister von Teheran abhanden gekommen. Nur noch bedingt tauglich für die Bundesliga. Sollte gehen.

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