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Eintracht Frankfurt : Ein Sieg mit beruhigender Wirkung

Trainer Thomas Schaaf: „Gratulation an die Fans“ Bild: dpa

Das 3:1 gegen Hoffenheim sichert de Frankfurter Eintracht den Klassenverbleib - und bringt Trainer Schaaf ein Stück weit aus der Schusslinie.

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          Sie haben ihr Versprechen eingelöst. „Wir werden alles dafür geben, die letzten drei Wochen erfolgreich zu Ende zu bringen. Wir werden uns alle reinhauen, damit es funktioniert.“ Gesagt, getan. Der Anfang ist gemacht. Der Appell des Kapitäns ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Gut 24 Stunden nach Kevin Trapps Vorstoß ließ die Eintracht Taten folgen. Schon zur Halbzeitpause, als die Frankfurter Fußballprofis dank der Tore von Bastian Oczipka (18.), Haris Seferovic (27.) und Timothy Chandler (34.) beruhigend 3:0 gegen die TSG Hoffenheim in Führung lagen, gab es keine Zweifel am späteren Sieg.

          Es war ein Erfolg mit angenehmen Begleiterscheinungen: Der Klassenverbleib ist endgültig geschafft. Mit aktuell 39 Punkten kann der Mannschaft von Thomas Schaaf nichts mehr passieren. „Gratulation an die Fans“, sagte der Trainer nach dem zehnten ungeschlagenen Heimspiel in Folge. „Sie haben das super gemacht und uns toll unterstützt. Gratulation auch an die Mannschaft. Sie hat überzeugend agiert. Ich freue mich riesig für sie.“

          Das Thema der vergangenen Tage schien wie weggewischt. Von Disharmonien, atmosphärischen Störungen und Kommunikationsdefiziten, die das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft belasten sollen, war rund um den befreiend wirkenden Heimsieg nichts zu spüren. „Ich gehe davon aus, dass jetzt Ruhe reinkommt“, sagte Eintracht-Wortführer Kevin Trapp nach dem überzeugenden 3:1. „Wir wollten die Antwort auf dem Platz liefern“, ergänzte der Frankfurter Spielführer, um einen weiteren Satz nachzuschieben: „Bisher gehen wir schwer davon aus, dass Thomas Schaaf unser Trainer bleibt. Uns ist nichts anderes bekannt. Er hat ja noch ein Jahr Vertrag.“

          Ein klarer Erfolg gegen Hoffenheim: Klassenverbleib gesichert, Platz sieben im Visier
          Ein klarer Erfolg gegen Hoffenheim: Klassenverbleib gesichert, Platz sieben im Visier : Bild: dpa

          Neben Trapp war es Bruno Hübner, der am Ende einer turbulenten Arbeitswoche eine Lanze für den Trainer brach. „Das hat er als Trainer und Mensch nicht verdient. Wir hoffen, dass jetzt Ruhe einkehrt“, sagte der Sportdirektor, der Schaaf unmittelbar nach dem Schlusspfiff an der Seitenauslinie umarmte und später sagte: „Thomas macht einen richtig guten Job.“ Am Samstag gegen Hoffenheim war es die Mannschaft, abermals auf einigen Positionen verändert, die vor allem in der ersten Halbzeit einen guten und spielstarken Job ablieferte, den späteren Hoffenheimer Anschlusstreffer durch einen direkt verwandelten Freistoß von Kevin Volland (51.) leicht verschmerzen konnte und vielmehr bestrebt war, einige Bankdrücker zurück ins Rampenlicht zu bringen.

          So durfte sich Johannes Flum von der 35. Minute an beweisen, weil Slobodan Medojevic mit einer Oberschenkelverletzung ausschied. Mittelfeldmann Flum verdiente sich nach seiner Arbeitsprobe ein Lob seines Trainers. „Er hat es gut gemacht. Er hat sich reingekniet.“ Auch Constant Djakpa durfte sich den 50.600 Zuschauern in der annähernd ausverkauften Arena präsentieren. Für den Ivorer war es nach seinem Kreuzbandriss die Rückkehr auf die erstklassige Fußballbühne. „Djaki war zwar ungewohnt weit vorne“, so Schaaf in seiner Analyse. „Aber er hat seine Seite zugemacht.“

          Sichtlich angetan vom Auftritt der Eintracht drei Runden vor Ultimo war auch Heribert Bruchhagen. Der Vorstandschef sprach von einem „sehr erfreulichen Sieg. Drei Schüsse, drei Tore - die Mannschaft hat Entschlossenheit gezeigt. Sie war kompakt und kämpferisch. Das sind unsere Tugenden.“

          Platz sieben liegt vier Punkte entfernt

          Auf das angeblich belastete Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft wollte Bruchhagen nicht eingehen. „Kevin hat doch schon am Freitag alles gesagt.“ Bruchhagen erwähnte lediglich, „dass auch ich enttäuscht bin, wenn wir die Chance auf Platz sieben haben und stattdessen Niederlagen kommen. Ich habe die gleiche Gefühlswelt wie alle anderen auch.“ Platz sieben liegt derzeit vier Punkte entfernt und dürfte bei genauer Betrachtung unrealistisch sein. Deshalb lenkte Bruchhagen seinen Fokus auch vielmehr auf die Punktemarke 40. „Das war unser Ziel, das hatten wir uns vor der Saison vorgenommen.“

          In der vergangenen Spielzeit übrigens waren es am Ende 36 Punkte, mit denen die Eintracht auf Rang 13 landete. Die Verbesserung, verknüpft mit dem abermaligen Klassenverbleib, ist also schon am 32. Spieltag geglückt. Ein Ziel, an dem Schaaf nie gezweifelt hat, wie er nach dem 3:1 gegen Hoffenheim selbstbewusst sagte. „Ich war immer davon überzeugt, dass es klappt“, sagte der 54 Jahre alte Fußballlehrer. „Für mich war das überhaupt keine Frage. Gut, dass wir jetzt die Bestätigung auf dem Papier haben. Für mich ist das ein Begleiteffekt. Wichtiger war heute die Leistung.“ Die hat über weite Strecken gepasst und nach einer Durststrecke von zuvor sechs sieglosen Spielen in Folge in vielerlei Hinsicht lohnenden Niederschlag gefunden.

          Seiner Mannschaft, in der Oczipka mit viel Gefühl und Übersicht sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt erzielte, hat Schaaf bis Dienstagvormittag freigegeben. Der Trainer selbst wird den Sonntag dazu nutzen, um in die Luft zu gehen. Mit dem Flugzeug geht es von Frankfurt nach München, wo Schaaf an diesem Vormittag von 11 Uhr an Gast in der Sport1-Fußballsendung „Doppelpass“ ist.

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