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2:1 in Wolfsburg : Frankfurt jubelt nach spätem Geniestreich

  • -Aktualisiert am

Daichi Kamada war der entscheidende Mann der Eintracht. Bild: AFP

Die Eintracht geht in Wolfsburg in Führung, kassiert aber das 1:1. Als alles schon nach einem Unentschieden aussieht, gewinnt Frankfurt das Duell mit dem VfL doch noch und atmet im Abstiegskampf tief durch.

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          Der letzte Geniestreich gelang genau so, wie es wohl sein musste. Ein später Treffer des Japaners Daichi Kamada bescherte Eintracht Frankfurt einen hart umkämpften Sieg beim VfL Wolfsburg. Und wer konnte das entscheidende Tor beim 2:1-Erfolg der Hessen vorbereiten? Natürlich Bas Dost. Der Niederländer war erst in der 78. Minute eingewechselt worden.

          Bundesliga

          Der ehemalige Wolfsburger Stürmer war an der entscheidenden Szene maßgeblich beteiligt. Seine clevere Kopfballvorlage krönte eine abwechslungsreiche Begegnung. Die Eintracht war durch einen von André Silva verwandelten Foulelfmeter in Führung gegangen. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Kevin Mbabu half den Wolfsburgern wenig. Sie scheiterten an einem Gegner, der an diesem Tag nicht deutlich besser, aber dafür sehr beherzt aufgetreten war.

          Im Wolfsburger Stadion war deutlich zu sehen und angesichts der fehlenden Zuschauer auch zu hören: Diese Partie gehörte zu den intensiveren des 29. Spieltags in der Fußball-Bundesliga. Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter hatte von seiner Mannschaft verlangt, dass sie ihre Aufgaben mit mehr Konsequenz erledigen solle.

          In der Tat agierten die Hessen recht angriffslustig, was sich vor allem auf die Zweikämpfe im Mittelfeld auswirkte. Die Eintracht hatte zwar weniger Spielanteile, aber dafür Wucht und Effizienz in ihren Aktionen. Vor allem mit schnellen Angriffen über die Außenpositionen klappte es, die im bisherigen Saisonverlauf sehr robust und souverän verteidigenden Wolfsburger in Bedrängnis zu bringen.

          Wie es gelingt, trotz einer überschaubaren Anzahl an Torchancen einen Treffer zu erzielen, hatte die Eintracht mustergültig vorgeführt. Der Führungstreffer war der Lohn, der nur bedingt verdient, aber dafür hart erarbeitet war. Andererseits gab es auch eine knifflige Szene, die die Hessen mit Glück und Geschick überstanden.

          Kurz vor der Pause war der VfL-Torjäger Wout Weghorst in aussichtsreicher Position an den Ball gekommen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es Abwehrspieler Martin Hinteregger und danach Torhüter Kevin Trapp, die Schüsse zu blocken. In Momenten wie diesen wurden den Wolfsburgern, die vier Tage zuvor noch mit einem 4:1 bei Bayer Leverkusen brilliert hatten, mit viel Willen die Grenzen aufgezeigt. Der Tribut dafür war allerdings auch ein Platzverweis. Der eingewechselte Lucas Torró sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte.

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