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4:1 bei Hertha BSC : Frankfurt nutzt die Überzahl eiskalt aus

André Silva erzielte gleich zwei Tore für Frankfurt in Berlin. Bild: dpa

Die unter Bruno Labbadia so starken Berliner gehen gegen Frankfurt in Führung. Doch ein Platzverweis kurz vor der Halbzeit ändert alles. Die Eintracht dreht die Partie eindrucksvoll – und entzaubert die Hertha.

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          Hertha BSC Berlin hat durch eine 1:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt vermutlich seine kleine Chance verspielt, sich unter Trainer Labbadia vielleicht doch noch als Siebter für die Europa League zu qualifizieren. „Wir haben die Tore zu einfach kassiert. Wir haben nicht gut miteinander verteidigt und uns zu einfach ausspielen lassen. Frankfurt hat verdient gewonnen“, sagte Labbadia.

          Bundesliga
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Hertha ging durch Piatek (24. Minute) mit seiner ersten Chance in Führung, hatte aber nach einem Platzverweis für Boyata (45.+2) in der zweiten Halbzeit in Unterzahl keine Chance mehr gegen souverän auftretende Frankfurter, die durch Dost (51.), Silva (62. + 86). und Ndicka (68.) zu ihren Toren kamen. „Die Rote Karte hat alles entschieden“, sagte Dost. Frankfurt und Berlin liegen nun mit fünf Punkten Rückstand auf Hoffenheim auf den Plätzen acht und neun.

          Eintracht-Trainer Hütter hatte seine Mannschaft auf sieben Feldspielerpositionen nach dem 1:2 unter der Woche im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern verändert. Doch auch mit einer weitgehend runderneuerten Formation war Frankfurt die überlegene Mannschaft in Berlin. Die Eintracht kam dabei zu zwei Torchancen durch einen Kopfball von da Costa (5.) und einen Freistoß von Kostic nach gut einer Viertelstunde.

          Die Führung der Hertha fiel wie aus dem Nichts. Die Hertha profitierte von einem Fehler im Frankfurter Spielaufbau – und Piatek wurschtelte sich im Strafraum im Duell mit Hasebe und Rohr irgendwie durch und traf zum 1:0. Danach war bis kurz vor der Pause von beiden Mannschaften nicht mehr viel zu sehen.

          In der Schlussphase kam die Eintracht zunächst durch Kamada zu einer weiteren Gelegenheit (42.), bevor Dost nach einem schönen Zuspiel in zentraler Position freie Bahn hatte. Doch Boyata, der zuvor schon die Gelbe Karte gesehen hatte, brachte den Niederländer an der Strafraumgrenze zu Fall. Schiedsrichter Hartmann entschied auf Gelb-Rote Karte und Elfmeter – nach Ansicht der Fernsehbilder wandelte er die Strafe in eine Rote Karte und einen Freistoß vor dem Strafraum um.

          In Überzahl holten die Frankfurter nach der Pause Versäumtes ganz schnell nach. Nach einer Kopfballvorarbeit des eingewechselten Silva bugsierte Dost den Ball aus wenigen Metern Entfernung zum 1:1 unter die Latte (51.), rund zehn Minuten später hatte Frankfurt das Spiel gedreht. Ein herausragendes Dribbling von Kamada, der drei Berliner ausspielte, vollendete Silva mit einem Hackentreffer zum 2:1 (62.). Ndicka mit einem schönen Treffer zum 3:1 (68.) und wiederum Silva (86.) machten den auch in dieser Höhe verdienten Frankfurter 4:1-Erfolg perfekt.

          „Es war ein absolut verdienter und souveräner Sieg“, sagte Hütter. „Das tut zu diesem Zeitpunkt sehr, sehr gut. Die Mannschaft hat eine Top-Mentalität, unsere Mannschaft hat immer Charakter gehabt. Wir müssten für die Europa-League-Qualifikation alle Spiele gewinnen und sind dann noch angewiesen auf die Konkurrenz. Aber man will immer das Bestmögliche aus einer Mannschaft herausholen.“

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