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2:1 in Hannover : Die Eintracht siegt wieder spät

  • -Aktualisiert am

Auf der Sonnenseite des Fußballs: Frankfurt gewinnt in Hannover. Bild: AFP

Wieder hat die Eintracht das letzte Wort. Wie gegen Stuttgart gelingt den Frankfurtern kurz vor Schluss der Siegtreffer. Für Hannover dagegen endet eine Serie.

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          Sein wuchtiger Schuss aus stattlicher Entfernung wusste alle im Stadion zu überraschen, vielleicht sogar den Torschützen selbst. Ante Rebic hatte etwas dagegen, dass die Partie zwischen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt mit einem Remis enden sollte. Mit einem beherzten Distanzschuss Sekunden vor dem Abpfiff bescherte er dem Gast einen 2:1 (1:1)-Erfolg. Frankfurt war vor 43.500 Zuschauern zunächst durch Sébastien Haller (10. Minute) in Führung gegangen. Dass Hannover 96 durch Salif Sané (36.) zum Ausgleich kam, war dessen enormer Kopfballstärke zu verdanken. Als sich die Mehrheit der Hauptdarsteller schon mit einem Unentschieden angefreundet hatte, trat Rebic in Erscheinung. Sein Tor machte möglich, dass Hannover 96 erstmals in dieser Saison ein Heimspiel verloren hat.

          Bundesliga

          Das bundesweite Staunen darüber, dass Aufsteiger Hannover ein sehr schwieriger Gegner ist, liegt an zwei Komponenten. Cheftrainer André Breitenreiter stimmt sein Team gut auf besondere Konstellationen einen. Und mit Sané steht ein Innenverteidiger zur Verfügung, an dem sich die Konkurrenz nur selten vorbeimogeln kann.

          Die Frankfurter schafften es trotzdem zweimal. Das lag einerseits an Marius Wolf. Er ist Hannover 96 nicht gut genug und deshalb an die Eintracht ausgeliehen. Ausgerechnet Wolf machte an diesem 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga mehrfach vor, wie man eine gegnerische Abwehr per Pass in die Tiefe aushebelt – so wie beim 0:1 durch Haller. Und dann war da auch noch Rebic zur Stelle. Trotz der Niederlage steht Hannover 96 in der Tabelle weiterhin gut da. Was wäre wohl möglich, wenn es im eigenen Stadion mal wieder ein Stimmungshoch geben würde? Die Streitigkeiten zwischen Präsident Martin Kind und einem Teil leidenschaftlicher 96-Fans wollen sich partout nicht beilegen lassen. Deren Stimmungsboykott im Stadion soll mindestens acht weitere Wochen fortgesetzt werden, um einen Dialog über das Geschäftsgebaren von Kind zu erzwingen. Immerhin: Auf weitere Schmähgesänge gegenüber dem Präsidenten soll verzichtet werden. Diesen Part übernahmen dieses Mal mitgereiste Anhänger von Eintracht Frankfurt.

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