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Eintracht vor Union-Spiel : Corona bremst Barkok

  • -Aktualisiert am

Wird den Frankfurtern in Berlin fehlen: Aymen Barkok Bild: Picture-Alliance

Eine Corona-Infektion setzt Mittelfeldspieler Aymen Barkok außer Gefecht. Er wird der Eintracht besonders in der kommenden Partie fehlen. Denn Trainer Adi Hütter erwartet gegen Union Berlin „ein beinhartes Spiel“.

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          Der Aufstieg des Aymen Barkok ist erst einmal unterbrochen. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler ist am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden und wird zumindest für das nächste Bundesligaspiel der Frankfurter Eintracht am kommenden Samstag bei Union Berlin (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) ausfallen. Der Eintracht-Spieler der Stunde, der beim 2:2 in Stuttgart beide Treffer vorbereitete und beim 1:1 gegen Leipzig das Führungstor erzielte, infizierte sich höchstwahrscheinlich bei seiner Reise zur marokkanischen Nationalmannschaft, die Mitte November zwei WM-Qualifikationsspiele gegen die Zentralafrikanische Republik bestritt.

          Bundesliga
          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Ein Test nach seiner Rückkehr aus Afrika – noch vor dem Spiel gegen Leipzig – war negativ verlaufen. Als Barkok am Montag über Kopfschmerzen klagte, wurde er vorsichtshalber abermals auf das Virus getestet. Der PCR-Test ergab einen positiven Befund, sodass sich Barkok ab sofort in Quarantäne befindet. Die Inkubationszeit nach Ansteckung beträgt im Durchschnitt zwischen fünf und sechs Tage. Da Barkok aufgrund einer privaten Verpflichtung vom Sonntagstraining freigestellt war, hatte er in der Zwischenzeit keinen Kontakt zum Team, so dass für die Kollegen kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

          „Aymen war in einer wirklich guten Verfassung, seine Unbekümmertheit auf dem Platz wird uns fehlen“, sagte Trainer Adi Hütter nach der Trainingseinheit am Dienstagmittag im vereinseigenen Fernsehen. Im Sommer galt der gebürtige Frankfurter Barkok als Spieler für die dritte Reihe oder als Wechselkandidat, nachdem er ohne Meriten von seiner zweijährigen Leihe bei Fortuna Düsseldorf zurückgekehrt war. Doch dann startete der Mittelfeldspieler im Training durch, wurde Frankfurter Stamm-Einwechselspieler, dann marokkanischer Nationalspieler, und schließlich schaffte er es gegen Leipzig erstmals in die Eintracht-Startelf.

          Seinen Platz im offensiven Mittelfeld könnte in Köpenick Amin Younes einnehmen. Der fünfmalige deutsche Nationalspieler kehrt am Donnerstag aus der Quarantäne zurück. Der 27-Jährige hatte sich im Familienkreis angesteckt. „Die zwei Wochen Quarantäne sind um, wir machen jetzt bis Donnerstag zwei weitere Corona-Tests“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner am Dienstagmittag während des Eintracht-Trainings. Sollten beide Tests negativ ausfallen, rechnet der Eintracht-Sportdirektor damit, dass Younes schon sofort wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

          Union strotzt vor Selbstvertrauen

          Trainer Hütter erwartet gegen Union ein „beinhartes Spiel“. Die Berliner spielten sehr körperbetont und hätten mit Max Kruse einen Spieler, „der den letzten Pass kann und sehr gute Standards schlägt“. Und außerdem strotzt die Mannschaft von Union vor Selbstvertrauen. Seit der Heimniederlage zum Saisonstart gegen Augsburg ist die Mannschaft von Trainer Urs Fischer ungeschlagen. Eintracht-Trainer Hütter begann die Trainingswoche mit einer ausgiebigen Analyse der Auseinandersetzung mit Leipzig. Dabei gab er seinen Profis weiter, dass er mit der Defensive sehr zufrieden gewesen sei. „Wir sind vier Kilometer mehr gelaufen als der Gegner, was auch nötig war. Deshalb haben wir sehr wenige Torchancen zugelassen.“ Offensiv sieht der Österreicher aber weiterhin Verbesserungsbedarf.

          Am Dienstag legte Hütter bei den Spielübungen einen Schwerpunkt auf das Pressing durch die Offensive. Dabei fiel Kostic durch seinen extremen Einsatz auf. Wenn er den Berlinern im Bundesligaspiel das Leben so schwermacht wie seinen Kollegen im Training, dann könnten sich für die Eintracht einige Umschaltmomente ergeben. Schon zuvor hatte der Serbe nach überstandener Verletzung seine große Lust am Fußball bewiesen. Mit kindlicher Freude duellierte er sich beim Aufwärmen mit Stürmer André Silva in der Fähigkeit des Linientreffens. Was den Golfern beim Putten das Loch, war den Eintracht-Profis beim Passen die Seitenlinie. Und das Feixen war groß, als Kostics Ball nach wenigen Versuchen genau auf der Linie liegenblieb.

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