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Eintracht Frankfurt : „Es wird nicht mehr lange dauern“

Soll für die Frankfurter die Wende in Wolfsburg bringen: Bas Dost Bild: AFP

Nach fünf Remis in Serie rechnet Eintracht-Trainer Adi Hütter bald mit einem Sieg. In Wolfsburg könnten Tore von Bas Dost helfen. Er kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Sein Sturmpartner indes könnte fehlen.

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          Adi Hütter spricht von einem Fragezeichen. Es betrifft André Silva. Der Trainer der Frankfurter Eintracht ist nicht sicher, ob Silva an diesem Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) einsatzfähig ist. Seit einigen Tagen schon plagen den Portugiesen muskuläre Probleme. Als „Sicherheitsmaßnahme“, wie Hütter am Donnerstag vor der Abfahrt nach Wolfsburg in einer Videokonferenz erklärte, wurde Silva aus dem Trainingsbetrieb herausgenommen. Der mit sieben Treffern in dieser Bundesligasaison erfolgreichste Frankfurter Angreifer war „individuell“ damit beschäftigt, wieder fit zu werden.

          Bundesliga
          Ralf Weitbrecht
          (raw.), Sport

          Fit für die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte fühlt sich Bas Dost. Der Niederländer hat früher für die „Wölfe“ gewirbelt. Jetzt macht er es für die Eintracht – und Hütter ist hocherfreut darüber. „Seine Physis ist im Vergleich zur Vorsaison um einiges besser geworden“, lobte der Frankfurter Fußballlehrer. „Er arbeitet vorbildlich für die Mannschaft.“ Voller Einsatz bei den Niedersachsen wird an diesem Freitag unter Flutlicht zwingend nötig sein. Der VfL hat noch keines seiner bisherigen zehn Punktspiele in dieser Corona-Saison verloren. „Das ist eine tolle Herausforderung“, sagte Hütter, der sich zur Einstimmung auf die Begegnung beim Tabellenfünften auf die eigenen Stärken konzentrierte.

          Hütters Versprechen

          Die hatte der Österreicher vor allem in den beiden zurückliegenden Spielen gegen zwei Schwergewichte der Liga gesehen: RB Leipzig und Borussia Dortmund. Beide gingen unentschieden aus, „und ich habe keine Unterschiede gesehen“. Die Eintracht in der Bundesliga auf Augenhöhe mit zwei Champions-League-Achtelfinalisten – das gefällt Hütter. Ganz anders als die Tatsache, dass der letzte der beiden Bundesligasiege schon knapp zweieinhalb Monate zurückliegt.

          „Es wird nicht mehr lange dauern, dass wir gewinnen“, versprach Hütter. Dafür setzt er nicht nur immer wieder auf wechselnde Startformationen. Er schickt auch einen seiner beiden Assistenten weg von der Trainerbank. So verfolgte Christian Peintinger jeweils die erste Halbzeit der vergangenen beiden Spiele aus erhöhter Warte von der Tribüne aus. Mehr Übersicht, mehr Überblick: „Das haben wir in der Schweiz auch so gemacht“, erzählte Hütter, der sicher ist: „Es hilft.“

          Wolfsburger Vergangenheit

          Da sich erst kurzfristig entscheiden wird, ob Silva vielleicht doch von Beginn an in Wolfsburg spielen kann, wird Hütter wieder einmal rotieren. Dost, der gegen Dortmund zunächst zuschauen musste, rückt in die Startelf. Zudem erklärte Hütter, auch auf der Bank zu rotieren. Gute Trainingsleistungen sollten durch die Nominierung in den Kader der 18 Feldspieler belohnt werden. Hütter weiß: „Es gibt ganz klare Härtefälle.“ Konkret nannte er Steven Zuber und Almamy Touré. Und er erwähnte das Beispiel Erik Durm. „Der hat ein unglaubliches Stehvermögen gezeigt. Das ist absolut lobenswert.“

          Stehvermögen, das kann sich auch Dost auf die Fahnen schreiben. Der Stürmer ist mit seinen 31 Jahren einer der erfahrensten Frankfurter Profis – mit einer Wolfsburger Vergangenheit. Nicht nur Makoto Hasebe, auch Dost ist schon für die Niedersachsen am Ball gewesen. Vier Jahre lang, von 2012 bis 2016. Höhepunkt war ein Auswärtsspiel in Leverkusen. Der VfL siegte 5:4, Dost erzielte vier Tore. Für die Eintracht stehen in dieser Saison hinter Dosts bisheriger Bilanz drei Treffer zu Buche.

          Das ist ebenso ausbaufähig wie die Anzahl bisher gewonnener Spiele. Hütter ist zuversichtlich. „Wir haben gezeigt, dass wir in Führung gehen und den Spielen unseren Stempel aufdrücken können“, sagte er. „Es wird wichtig sein, mal wieder ohne Gegentor zu bleiben, um auch dieses Gefühl in den Köpfen zu implementieren. Es fehlt nicht mehr viel, aber wenn wir an den letzten Stellschrauben drehen, haben wir alles, um in Wolfsburg drei Punkte zu holen.“

          Denkbar, dass Amin Younes als Teilzeitarbeiter in der Arena der Niedersachsen dazu beitragen soll. Im Training hatte der Tempodribbler zwei Tritte abbekommen und war daher nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. „Aber er wird die Reise nach Wolfsburg mitmachen.“ Dort gilt es für die ambitionierte Eintracht, besonders auf die beiden Offensivspieler Maximilian Arnold und Wout Weghorst aufzupassen. „Das sind zwei der gefährlichsten Spieler der Bundesliga“, sagte Hütter.

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