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Zweite Bundesliga : Braunschweig müht sich gegen den Aufsteiger

  • Aktualisiert am

Festtag in Braunschweig: Julias Biada (r.) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 Bild: dpa

Gegen die Würzburger Kickers benötigt die Eintracht viel Geduld, siegt schließlich aber verdient. Aue und 1860 verlieren. Eine Nullnummer gibt es dagegen in Bielefeld.

          Eintracht Braunschweig ist mit einem knappen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Aufsteiger Würzburger Kickers in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Nach einer zähen Anfangsphase sorgten Salim Khelifi (43. Minute) und Neuzugang Julius Bianda (54.) mit ihren Toren für drei Braunschweiger Punkte. Das Team von Würzburgs Trainer Bernd Hollerbach konnte durch Elia Soriano (61.) nur verkürzen. Die Gäste mussten am Sonntag vor 20.390 Zuschauern im Endspurt mit zehn Profis auskommen. Emanuel Taffertshofer sah nach einer Notbremse gegen Braunschweigs laufstarken Verteidiger Phil Ofosu-Ayeh die Rote Karte.

          Arminia Bielefeld hat dagegen den Auftaktsieg am ersten Spieltag verpasst. Die Mannschaft des neuen Trainers Rüdiger Rehm kam am Sonntag gegen den Karlsruher SC über ein 0:0 nicht hinaus. Vor 17.733 Zuschauern in der SchücoArena waren die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft und hatten gegen den Tabellensiebten der Vorsaison einige Chancen zum Sieg. Die besten Möglichkeiten für die Arminia vergaben Tomasz Holata (13.) und Fabian Klos (35.), der nach schöner Vorarbeit von Andreas Voglsammer den Führungstreffer auf dem Fuß hatte, aber zu lange zögerte. KSC-Profi Ylli Sallahi sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte.

          Obenauf, aber doch nicht gewonnen: Arminias Voglsammer im Duell mit KSC-Spieler Valentini Bilderstrecke

          Die SpVgg Greuther Fürth ist derweil mit einem Heimerfolg in die neue Saison gestartet. Die Franken besiegten im ersten bayerischen Duell der Spielzeit den TSV 1860 München mit 1:0 (1:0) und fügten den ambitionierten „Löwen“ damit einen ersten Dämpfer zu. Das Siegtor vor 13.205 Zuschauern erzielte Robert Zulj (45. Minute) auf Vorlage von Veton Berisha wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff. Sechzig spielte mit Rückkehrer Stefan Aigner und dem früheren Bayern-Profi Ivica Olic, blieb aber in der Offensive weitgehend harmlos.

          Der 1. FC Heidenheim hat unterdessen mit viel Glück einen gelungen Saisonstart gefeiert. Der schwäbische Zweitligaklub bezwang den überzeugend aufspielenden FC Erzgebirge Aue mit 1:0 (1:0). Denis Thomalla erzielte vor 11.000 Zuschauern in der Voith-Arena mit einem Schuss aus der Drehung den entscheidenden Treffer (42. Minute). Für den meist besseren Aufsteiger vergab Mario Kvesic mehrere gute Möglichkeiten. Zunächst hatte der offensive Mittelfeldspieler mit einem Pfostentreffer Pech (29.). Dann scheiterte er mit einem Schuss am Heidenheimer Torhüter Kevin Müller (40.). Nach dem Seitenwechsel verhinderte abermals Müller gegen den agilen Bosnier den eigentlich verdienten Ausgleich (58.).

          Heidenheim tat sich gegen die forsch auftretenden Sachsen sehr schwer. Im ersten Durchgang konnte das Team von Trainer Frank Schmidt auf dem neu verlegten Rasen kaum ein gefälliges Kombinationsspiel aufziehen. Aue machte geschickt die Räume eng, agierte selbstbewusst und hatte mehr Spielanteile. Nur im Abschluss haperte es. In der zweiten Halbzeit spielte Aue weiterhin munter mit. Heidenheim blieb nach wie vor hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das Team von der Ostalb verteidigte zwar geschickt, konnte aber nur wenig Druck aufbauen und vergab seine Chancen kläglich.

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