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Zweite Bundesliga : Braunschweig steigt ab - Aue hadert mit Fehlentscheidungen

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Am Boden: Eintracht Braunschweig muss in die Dritte Liga Bild: dpa

Das dramatische Abstiegsfinale in der zweiten Bundesliga findet in Eintracht Braunschweig den großen Verlierer. Erzgebirge Aue muss nach mehreren Schiedsrichterfehlern in die Relegation gegen den Karlsruher SC. Düsseldorf ist Zweitligameister.

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          Fußball-Trauer in Niedersachsen: Eintracht Braunschweig begleitet den 1. FC Kaiserslautern in die 3. Liga. In einem dramatischen Saisonfinale im Abstiegskampf der 2. Bundesliga verlor der deutsche Meister von 1967 bei Holstein Kiel mit 2:6 (2:4) und ist als Tabellensiebzehnter. erstmals nach sieben Jahren wieder drittklassig. „Absolut bitter, wenn man weiß, was wir an Kraft, Einsatz und Geld investiert haben. Die Mannschaft ist heute auseinandergefallen. Einige Tore wären vermeidbar gewesen“, sagte Braunschweigs Präsident Sebastian Ebel unmittelbar nach dem Abstieg. „Das ist wirtschaftlich eine Katastrophe. Wir haben uns zwar darauf vorbereitet, das macht es etwas besser - nicht viel besser“, fügte Ebel an. Trainer Torsten Lieberknecht weinte bittere Tränen und sprach von „einer der schwärzesten Stunden“ in seinen zehn Braunschweiger Jahren. Seine Zukunft ließ der Coach offen. „Es ist schwer, jetzt daran zu denken, wie es weitergeht“, sagte Lieberknecht.

          2. Bundesliga

          Erzgebirge Aue muss nach dem 0:1 (0:0) bei Darmstadt 98 in die Relegationsspiele am 18. und 22. Mai gegen den Karlsruher SC, Dritter der 3. Liga. Die Sachsen fühlten sich mehrfach benachteiligt: Ein Schuss von Calogero Rizzuto (3. Minute) war klar hinter der Linie. Zudem wurde Aue in zwei strittigen Situationen kein Elfmeter zugesprochen. Dann traf Tobias Kempe (86.) für Darmstadt. „Das ist eine Sauerei. Wir sind verschaukelt worden“, schimpfte Aues Präsident Helge Leonhardt beim TV-Sender Sky.

          Düsseldorf als Meister in die Bundesliga

          Im Duell der Erstligarückkehrer sicherte sich Fortuna Düsseldorf mit dem 3:2 (1:2) beim 1. FC Nürnberg den Meistertitel. Beide Traditionsvereine standen schon vor dem 34. Spieltag als Aufsteiger fest. Die Rheinländer spielen nach fünfjähriger Abstinenz in der Saison 2018/19 wieder erstklassig, der „Club“ kehrt nach vier Jahren Wartezeit in den Kreis der 18 Besten zurück. „Die Mannschaft hat viele Menschen glücklich gemacht“, sagte FCN-Coach Michael Köllner im TV-Sender Sky trotz der Niederlage. Dann bedankte sich Köllner bei den Fans: „Ihr habt die Mannschaft in die erste Liga getragen!“ Die Fortuna hatte am 32. Spieltag alles perfekt gemacht, Nürnberg zog vor einer Woche nach. „Wir sind aufgestiegen, und das ist die Hauptsache“, kommentierte „Club“-Profi Hanno Behrens. Und Meister-Coach Friedhelm Funkel sagte nach dem späten Siegtreffer durch Kaan Ayhan: „Das war ein unglaubliches Finish.“

          Nachsitzen ist angesagt: Aue und Sören Bertram hadern mit dem Spiel in Darmstadt Bilderstrecke

          Klar ist seit Samstag der Kieler Gegner im Kampf um den Platz in der 1. Liga: Der Aufsteiger trifft auf dem Weg zum möglichen Durchmarsch in die Bundesliga am 17. und 21. Mai auf den VfL Wolfsburg. Danach wechselt Chefcoach Markus Anfang nach einer tollen Saison mit den Kielern zum künftig zweitklassigen 1. FC Köln. Nach dem Abstiegs-Showdown vom Sonntag sind bis auf Braunschweig und Nachsitzer Aue alle gerettet: Heidenheim und Fürth mit dem 1:1 (0:0), Dresden trotz des 0:1 (0:0) gegen Union Berlin, Darmstadt dank des Erfolgs gegen Aue. Kaiserslautern verabschiedete sich mit 3:1 (2:0) beim FC Ingolstadt als bereits zuvor feststehender Letzter erstmals aus der Zweitklassigkeit.

          Lieberknecht und Braunschweig standen vor einem Jahr noch auf dem Sprung in die Erstklassigkeit, scheiterten indes in der Relegation an Wolfsburg. Ausgerechnet im zehnten Jahr als Eintracht-Coach muss der 44-Jährige runter. Braunschweig führte beim 1:0 und 2:1 zweimal, musste aber durch den viermal erfolgreichen Steven Lewerenz, Aaron Seydel und Rafael Czichos sechs Tore zum K.o. hinnehmen.

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