https://www.faz.net/-gtm-9hnew

2:0 gegen Freiburg : Düsseldorf gibt die rote Laterne weiter

  • Aktualisiert am

Düsseldorfs Kaan Ayhan (rechts) und Takashi Usami bejubeln das zwischenzeitliche 1:0. Bild: dpa

Der bisherige Tabellenletzte Fortuna Düsseldorf kann nach dem überzeugenden Heimsieg gegen den SC Freiburg zumindest für den Moment durchatmen. Schlusslicht der Bundesliga ist nun ein anderer Verein.

          2 Min.

          Fortuna Düsseldorf hat nach einem Kraftakt und dank „Aushilfs-Torjäger“ Kaan Ayhan den dringend benötigten Befreiungsschlag gelandet. Der Aufsteiger erkämpfte sich am 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein 2:0 (0:0) gegen den SC Freiburg und verließ mit nun zwölf Punkten den letzten Platz. Neues Liga-Schlusslicht ist Hannover 96. „Das war die mit Abstand beste Defensivleistung in dieser Saison. In der zweiten Halbzeit haben wir es auch nach vorne gut gemacht“, sagte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel. Ich glaube, dass das 2:0 verdient war, weil das eine gute Mannschaftsleistung von uns war. Das war sehr, sehr wichtig. Vor allem auch vor dem Spiel am Dienstag gegen Borussia Dortmund, gegen die aktuell beste deutsche Mannschaft."

          Bundesliga

          Abwehrchef Ayhan (55., 79.) schoss die Fortuna zum insgesamt verdienten Erfolg und belohnte Düsseldorf für eine vor allem im zweiten Durchgang ordentliche Leistung. Freiburg dagegen enttäuschte auf ganzer Linie und kassierte seine vierte Auswärtsniederlage. Mit weiter 17 Punkten hat der SC aber noch immer ein schützendes Polster auf die Abstiegszone. Von der Form der Vorwoche, als die Breisgauer den Champions-League-Anwärter RB Leipzig mit 3:0 bezwungen hatten, war Freiburg jedoch weit entfernt. „Sinnbildlich waren die zehn Minuten vor der Pause, als wir vier Bälle so in den Rücken gespielt haben, dass wir sie nicht mitnehmen konnten. Ich weiß nicht, wieso wir so unsicher waren. Es hat nicht aufgehört mit den Missverständnissen“, sagte SC-Coach Christian Streich. „Die Mannschaft war schwach, aber ich offensichtlich auch, sonst spielt die Mannschaft nicht so. Wir haben gegen eine gute Düsseldorfer Mannschaft verdient verloren.“

          Im ersten Duell der beiden erfahrenen Trainer Funkel und Streich war Freiburg in der Anfangsphase das etwas zielstrebigere Team. Die Fortuna, bei der die beiden Stürmer Dodi Lukebakio und Rekord-Einkauf Marvin Ducksch zunächst auf der Bank saßen, benötigte dagegen einige Minuten, um ins Spiel zu kommen.

          Weil aber auf beiden Seiten Tempo, Ideen und Präzision fehlten, entwickelte sich eine Partie auf äußerst mäßigem Niveau. Der Fokus lag klar auf der Defensive – entsprechend dauerte es bis zur ersten nennenswerten Torchance mehr als 30 Minuten. Kenan Karaman, der anstelle von Lukebakio stürmte, schoss jedoch knapp übers Tor (31.).

          Die 39.301 Fans im Düsseldorfer Stadion verabschiedeten die Mannschaften mit Pfiffen in die Halbzeitpause. Die Reaktion der Zuschauer zeigte jedoch kaum Wirkung, das Spiel blieb zerfahren, auch wenn Rouwen Hennings mit einem Schuss aus knapp 20 Metern Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow (49.) prüfte. Dies war der Startschuss für eine starke Phase der Fortuna, die Ayhan mit seinem ersten Saisontor krönte. Der 24-Jährige hatte von Trainer Funkel zuletzt eine Auszeit bekommen und war zudem verletzt – bei den vergangenen vier Ligaspielen hatte er also nur zusehen dürfen.

          Der Treffer gab Düsseldorf merklich Sicherheit, der Aufsteiger erspielte sich weitere Chancen. Die beste vergab Benito Raman (67.), der bei einem Konter nach einem Querpass von Hennings an Schwolow scheiterte.

          Freiburg erhöhte nun das Risiko, Coach Streich brachte mit Florian Niederlechner einen weiteren Stürmer. Doch in der zunehmend hektisch werdenden Partie fehlte dem SC die nötige Ruhe, um zwingende Torchancen zu erspielen. Stattdessen luden die Breisgauer den Aufsteiger mit schlechten Pässen immer wieder zu gefährlichen Kontern ein. In der Schlussphase ließ Ayhan die Fortuna-Fans abermals jubeln.

          Weitere Themen

          Deutscher Doppelsieg beim Ironman Video-Seite öffnen

          Hawaii : Deutscher Doppelsieg beim Ironman

          Jan Frodeno und Anne Haug durften sich über den Erfolg bei einer der schwersten Sportveranstaltungen der Welt freuen.

          Topmeldungen

          DFB und Likes von Gündogan/Can : Nicht viel gelernt

          Die Nationalspieler Gündogan und Can können mit der Rücknahme ihrer Likes für den türkischen Soldatengruß eines Fußballkumpels die politische Diskussion nicht stoppen. Der DFB versucht abermals Schadenbegrenzung durch Schweigen und Beschwichtigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.