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Ärger in Düsseldorf : Funkel geht der Fortuna auf die Nerven

  • Aktualisiert am

Nicht mehr Trainer in Düsseldorf, aber mit einer starken Meinung: Friedhelm Funkel Bild: dpa

Nach einem dramatischen Saisonfinale steigt Fortuna Düsseldorf doch noch ab. Anschließend äußern sich gleich zwei Verantwortliche mit deutlichen Worten. Im Mittelpunkt ihrer Kritik: der ehemalige Trainer Friedhelm Funkel.

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          Die ständigen ungefragten Ratschläge und Kommentare des ehemaligen Trainers Friedhelm Funkel gehen den Verantwortlichen des Bundesliga-Absteigers Fortuna Düsseldorf auf die Nerven. „Ich hatte die – vielleicht naive – Hoffnung, dass sich die Anzahl von Friedhelms Auftritten und öffentlichen Kommentaren mit der Zeit reduzieren würde“, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Röttgermann der Rheinischen Post. „Das ist so nicht eingetreten, deshalb werden wir jetzt auf ihn zugehen und mit ihm sprechen.“ Funkel, fügte Röttgermann hinzu, sei „einfach nicht gut beraten, die Dinge so zu machen, wie er sie gerade macht“.

          Zuvor hatte sich bereits der neue Sportvorstand Uwe Klein irritiert geäußert. „Wir haben uns in den vergangenen Tagen schon ein bisschen gewundert. Ich habe Friedhelm immer als fairen und respektvollen Trainer erlebt, und dass er sich zuletzt in der Öffentlichkeit sehr oft über unsere Arbeit geäußert hat, passt überhaupt nicht zu ihm“, sagte er: „Das ist auch bei vielen, speziell in der Mannschaft, negativ aufgenommen worden.“

          Geduld bei Kader-Umbau

          Der Trainer-Routinier Funkel hatte den Verein 2018 zurück in die Bundesliga geführt. Im Januar dieses Jahres wurde er nach 15 Punkten aus 19 Spielen entlassen und durch Uwe Rösler ersetzt. Seitdem äußerte sich Funkel in unzähligen Interviews und Talkrunden über die Fortuna. Zuletzt hatte der 66-Jährige erklärt, er könne sich „unter gewissen Umständen“ eine Rückkehr vorstellen.

          Derweil hat die Fortuna den Verbleib von Leihspieler Erik Thommy noch nicht abgeschrieben. „Erik hat eine hohe Affinität zur Fortuna“, sagte Klein der „Rheinischen Post“ (Freitag). Klein räumte aber ein, dass die Chancen auf einen Verbleib des bisherigen Leistungsträgers der Fortuna durch den Abstieg „signifikant geringer“ seien. Der 25 Jahre alte Offensivspieler gehört Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart und kehrt offiziell dorthin zurück. Thommy habe Klein aber weitere Gespräche über einen eventuellen Verbleib zugesichert.

          Beim Kader-Umbau forderte Klein Geduld. „Wir wollen die Kaderplanung bestmöglich vorantreiben, aber das Transferfenster schließt erst am 5. Oktober – sie wird also lange dauern“, sagte der 50-Jährige, der den bisherigen Sportchef Lutz Pfannenstiel nach dessen Weggang als Manager beerbt hatte. 17 Spielerverträge sind inzwischen ausgelaufen. Leistungsträger wie Kevin Stöger (Ziel unbekannt) und Valon Berisha (zurück zu Lazio Rom nach Leihende) werden den Verein verlassen.

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