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Attacke in Dresden : HSV-Spieler will Sperre nach Eklat nicht akzeptieren

  • Aktualisiert am

HSV-Spieler Toni Leistner wurde nach seiner Attacke auf einen Fan für fünf Spiele gesperrt. Bild: dpa

Nach seiner Attacke auf einen provozierenden Fan wird Toni Leistner für fünf Spiele gesperrt. Das will der HSV-Spieler nicht hinnehmen. Sein Anwalt fordert eine mündliche Verhandlung – und spricht von Notwehr.

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          HSV-Profi Toni Leistner will seine Sperre für die Schubs-Attacke gegen einen Fan nicht so einfach hinnehmen. „Wir machen keinen Einspruch, sondern wir verlangen eine mündliche Verhandlung“, sagte sein Anwalt Christoph Schickhardt dem TV-Sender Sky Sport News über seine Verteidigungsstrategie. Man könne das Urteil nicht so akzeptieren und wolle das in Ruhe mündlich vor Ort besprechen, sagte der Sportrechtler.

          2. Bundesliga

          Leistner, Neuzugang des Fußball-Zweitligaverein Hamburger SV, war von den Richtern des Deutschen Fußball-Bundes für fünf Pflichtspiele gesperrt worden, zwei davon auf Bewährung. Der 30-Jährige hatte nach dem Pokalspiel in Dresden einen Fan auf der Tribüne attackiert, nachdem dieser ihn heftig beleidigt hatte.

          „Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen. Natürlich darf es Selbstjustiz nicht geben – dauert aber ein Rechtsbruch gegen jemanden an, braucht sich dies niemand bieten lassen und kann sich angemessen wehren“, sagte Schickhardt der „Bild am Sonntag“. Im Fall Leistner könne man von Notwehr sprechen. „Wenn man die emotionale Gesamtsituation berücksichtigt, habe ich zumindest Verständnis“, fügte er hinzu.

          DFB-Richter Hans E. Lorenz verwies darauf, für Leistner wegen der Beleidigungen und der vorherigen Pokalpleite des HSV bereits mildernde Umstände berücksichtigt zu haben. Aber er sagte auch: „Der Übergriff eines Spielers auf einen Zuschauer ist ein gravierender Vorfall. So etwas kann nicht mit einem Freispruch enden.“

          Leistner fehlte dem HSV bereits am Freitag beim 2:1-Sieg zum Saisonauftakt über Fortuna Düsseldorf. Seine Bewährungszeit endet am 18. September 2021, hatte der DFB mitgeteilt. Gegen das Urteil könne binnen 24 Stunden nach Zugang Einspruch beim Sportgericht eingelegt werden.

          „Mir schwebt eine erhebliche Reduzierung vor. Möglicherweise werde ich auch einen Freispruch beantragen, das hängt aber ausschließlich an dem Verlauf der Hauptverhandlung. Das liegt nur an dem Verlauf der Hauptverhandlung, an der Anhörung, an den Zeugen, wie ist die Rechtsauffassung der Beteiligten. Also am Ende wird es ein gerechtes, ein besseres Urteil“, sagte Schickhardt.

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