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Neuzugang Alcácer beim BVB : Dortmunds neue Nummer neun

  • -Aktualisiert am

Dortmunds Neuzugang Paco Alcacer soll für den BVB Tore schießen. Bild: AP

Paco Alcácer soll für Dortmund als klassischer Mittelstürmer Tore schießen. Die Erwartungen beim BVB sind ebenso groß wie die mit ihm verbundenen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison.

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          Die Rückennummer neun ist wieder frei gewesen. Andriy Yarmolenko, der sie in der vergangenen Saison auf dem Trikot von Borussia Dortmund trug, zog weiter nach England. Emre Mor, der Neuner in der Spielzeit davor, spielt inzwischen in Spanien, genau wie Adnan Januzaj, der die Nummer trug, ohne groß aufzufallen. Das war bei Ciro Immobile, einer weiteren Nummer neun, anders, denn der fiel durch viele vergebene Chancen und die Klage darüber auf, dass keiner der Kollegen mit ihm essen gegangen sei.

          Bundesliga

          Dortmunds neue Nummer neun musste zunächst mal selbst einen ausgeben, denn Paco Alcácer feierte an diesem Donnerstag seinen 25. Geburtstag. Er verbrachte ihn zeitweise beim Abschlusstraining , denn der BVB eröffnet den zweiten Spieltag der Bundesliga an diesem Freitag mit der Partie bei Hannover 96 (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Eurosport). Bis dann werde auch die Spielberechtigung für Alcácer vorliegen, versicherte Michael Zorc. Dortmunds Sportdirektor nannte den Spanier einen „richtigen Mittelstürmer“, der „vom Spielstil her gut zu uns passt“.

          Richtiger Mittelstürmer

          Als richtige Mittelstürmer gehen sicher auch Dortmunds ehemalige Neun-Träger Robert Lewandowski, Norbert Dickel und Jan Koller durch, der mehr als zwei Meter groß war. Francisco, genannt Paco, Alcácer García ist mit 1,76 Metern eher klein für eine richtige Neun. Bei Borussia Dortmund sind sie dennoch überzeugt davon, die Lücke in ihrem Kader zu aller Zufriedenheit gefüllt zu haben, vor allem zu der Lucien Favres. Der neue Trainer legt Wert auf abschlussstarke Stürmer, die sich gut in verschiedene Grundformationen einfügen und an Taktiken möglichst alles beherrschen, was im Fußball derzeit als erfolgversprechend gehandelt wird. Favre ließ sich gestern bei einer Pressekonferenz immerhin entlocken, dass Alcácer bei seinem ersten Training auf dem Platz einen „guten“ Eindruck hinterlassen habe.

          Dem auskunftsfreudigen FC Barcelona ist es zu verdanken, dass die Eckdaten des Wechselgeschäfts bekannt wurden. Der katalanische Klub teilte mit, dass der börsennotierte Verein aus Westfalen zwei Millionen Euro Leihgebühr für eine Saison mit Alcácer bezahle. Sollte der BVB den Spanier dann verpflichten wollen, müsste er 23 Millionen Euro bezahlen, es könnten fünf Millionen Boni hinzukommen.

          Alcácer wurde 2010 mit Spanien Torschützenkönig der U-17-EM, in den beiden folgenden Jahren mit der U 19 Europameister. Ganz in der Nähe von Valencia geboren, begann er beim dortigen Club de Fútbol seine Profi-Karriere. Bei seinem ersten Spiel im Stadion Mestalla, einem Test gegen AS Rom, traf er für Valencia. Sein Vater war Augenzeuge, erlitt nach Abpfiff einen Herzinfarkt und starb mit 44 Jahren. Jedes Tor widme er seinem Vater, sagte Paco Alcácer einmal. In der höchsten spanischen Liga sind es bislang 43 Tore in 151 Spielen für Valencia, den FC Getafe und den FC Barcelona geworden.

          Vor zwei Jahren wechselte Alcácer für eine Ablöse von 30 Millionen Euro zum Weltklub in Katalonien, der mit Stürmern wie Lionel Messi, Luis Suárez, Ousmane Dembélé, Philippe Coutinho und zuvor Neymar ganz gut zurechtkommt, auch ohne klassischen Mittelstürmer. Die Konkurrenz aus der höchsten Qualitätskategorie führte dazu, dass Alcácer häufig auf der Ersatzbank saß. Die Einsatzchancen unter Trainer Ernesto Valverde hatten sich in dieser Saison nochmals verschlechtert, daher kam es nun zu dem Wechsel nach Deutschland. In der Mitteilung wurde Alcácer so zitiert: „Die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt, und der BVB mit diesen unglaublichen Fans und der berühmten Südtribüne hat wahrscheinlich für jeden Fußballspieler etwas Magisches.“

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