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Hirnlose Handspiel-Regel : Aufruf zur Anarchie

Wilde Szenen auf dem Feld: Das Derby zwischen Dortmund und Schalke hielt mehrere Aufreger bereit. Bild: dpa

Für den BVB ist die Meisterschaft „gespielt“. Das hat mit einem Kollaps der ganzen Mannschaft zu tun, der zeigt, welche drei Tugenden zur Meisterreife fehlen. Diskutiert wird dennoch wieder nur über eine Entscheidung des Schiedsrichters.

          Den treffendsten Satz sprach Christoph Metzelder, der für beide gespielt hat, für Dortmund und Schalke: „Das ist die Anarchie des Fußballs.“ Die Anarchie des Derbys. Sie tut dem Fußball gut. Nur zu viel davon ist schädlich, wie schon Arsène Wenger in den Jahren des ewigen Duells mit Alex Ferguson um die Vormacht in England beklagte – sein FC Arsenal rieb sich in vielen, hitzigen Derbys in London auf, während Manchester United vor der Erweckung des Lokalrivalen City durch das Geld aus Abu Dhabi kein einziges zu bestreiten hatte.

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          Einen solchen Standortvorteil konnte auch der FC Bayern, der den alten Rivalen 1860 schon lange los ist, am Samstag auskosten. Auf dem Sofa ließ sich die Dortmunder Selbstzerfleischung im irrationalsten aller Derbys gemütlich verfolgen. Wie Marco Reus die Fähigkeit einbüßte, auf angemessene Weise Aggression in Aktion zu verwandeln, wie ihm Marius Wolf fünf Minuten später in die Kabine folgte, das war eine Antiklimax, wie man sie lang nicht sah. Immerhin kam der Dortmunder Kollaps nach glänzendem Saisonstart nicht wie im Vorjahr schon im Herbst, sondern erst im Frühling, dafür umso bitterer. Trainer Lucien Favre erklärte die Meisterschaft für „gespielt“.

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          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

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