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Eintracht Frankfurt : Auf dem Zahnfleisch

Im Angesicht des jubelnden Bezwingers: Makoto Hasebe und seine Mannschaft verlieren gegen Köln. Bild: dpa

Die Eintracht richtet den Blick wieder nach unten. Die Niederlage gegen den 1. FC Köln wirkt desillusionierend. Trainer Adi Hütter stellt sich schützend vor sein Team.

          3 Min.

          2019 war ein besonderes Jahr für die Eintracht. An außergewöhnlichen Ereignissen herrschte kein Mangel. Der Einzug ins Halbfinale der Europa League, die Weiterentwicklung von Spielern, für die internationale Konkurrenten bereit waren, spektakulär viel Geld zu zahlen und die Steigerung des Umsatzes auf mehr als 200 Millionen Euro kennzeichneten die Verwandlung in einen Klub mit gewachsenen Ambitionen. Nun, da zwölf abwechslungsreiche Monate alsbald um sind, ergänzen die Frankfurter ihre Bilanz unfreiwillig um einen weiteren aufregenden Aspekt, vom dem nicht absehbar ist, inwiefern er den künftigen Kurs beeinflussen wird: Die Hessen, für die es seit der gewonnenen Relegation gegen Nürnberg im Mai 2016 beständig bergauf ging, müssen ihren Blick in der Fußball-Bundesliga wieder nach unten richten. „Tabellen können wir lesen“, sagte Trainer Adi Hütter, „wir sind mittendrin, wo es in beide Richtungen gehen kann.“

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Durch das 2:4 gegen den 1. FC Köln reihte sich seine Elf in den Kreis des halben Dutzend Teams ein, von dem sich aktuell nicht sagen lässt, ob es auch in der kommenden Saison zum Kreis der 18 besten Mannschaften zählen wird. Ein 2:0-Vorsprung, durch Tore von Martin Hinteregger (6. Minute) und Goncalo Paciencia (30.) erzielt, brachte den Frankfurtern weder Ruhe noch Sicherheit. Stattdessen ermöglichten individuelle Fehler, unter anderem durch die im Sommer mit vielen Erwartungen teuer verpflichten Djibril Sow und Dominik Kohr, dem Aufsteiger zurückzuschlagen. Treffer von Jonas Hector (44.), Sebastiaan Bornauw (72.), Dominick Drexler (81.) und Ismail Jakobs (90.+4) wendeten das Blatt.

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