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Geschäftsführer Seifert geht : Zäsur in der DFL

Abgang bei der DFL: Christian Seifert möchte ein „neues berufliches Kapitel aufschlagen“ Bild: dpa

Christian Seifert führte die Deutsche Fußball Liga in ein goldenes Zeitalter. Nun will er „ein neues berufliches Kapitel aufschlagen“. Für die Dachorganisation der 36 Profiklubs ist das ein schwerer Schlag.

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          DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wird die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach Ablauf seines Vertrages am 30. Juni 2022 verlassen. „Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen. Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde“, teilte Seifert in einer persönlichen Erklärung an diesem Montag mit. Er wolle in zwei Jahren ein neues berufliches Kapitel aufschlagen.

          Michael Horeni
          Fußballkorrespondent Europa in Berlin.

          Seifert schrieb in seiner Erklärung, dass er an der Spitze der DFL „die Entwicklung einer der größten Sportligen der Welt, einer bedeutenden gesellschaftlichen Institution sowie den Aufbau eines der innovativsten Medienunternehmen Deutschlands aktiv gestalten“ konnte. Der DFL-Aufsichtsrat hat am Sonntagabend von Seiferts Entscheidung erfahren, dessen Vorsitzender Peter Peters einen „umfassenden Prozess“ bei der Suche nach einem Nachfolger ankündigte.

          Der DFL-Aufsichtsrat werde die Neubesetzung „ohne Zeitdruck professionell“ angehen. Bis Sommer 2022 werde er seine Aufgaben bei der DFL weiter mit „Ambition und vollem Einsatz“ in Angriff nehmen, versicherte Seifert. Der DFL-Aufsichtsrat bedauerte wie zahlreiche Vertreter im deutschen Fußball den Schritt von Seifert, der das Amt des Geschäftsführers im Jahr 2005 übernommen hatte.

          Der Präsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), Fritz Keller, würdigte Seifert als einen „unverzichtbaren, leidenschaftlichen, kenntnisreichen Streiter für den gesamten deutschen Fußball“. Seifert vertrete den Profifußball seit 15 Jahren glänzend. Er habe in dieser Zeit zudem große wirtschaftliche Erfolge für die Klubs errungen – und damit auch sportliche Erfolge ermöglicht. Der DFL-Geschäftsführer habe die Bundesliga zudem bisher auch herausragend durch die Corona-Pandemie geführt, so DFB-Präsident Keller. Seifert hatte zuletzt auch schon seine Mitgliedschaft im DFB-Präsidialausschuss aufgegeben.

          Krisenmanager: Christian Seifert hat die DFL bislang überzeugend durch die schwierige Corona-Zeit geführt.
          Krisenmanager: Christian Seifert hat die DFL bislang überzeugend durch die schwierige Corona-Zeit geführt. : Bild: EPA

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