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Aufregung nach Topspiel : DFB weist Reus-Kritik an „Bayern-Bonus“ deutlich zurück

  • Aktualisiert am

Verärgert nach der Dortmunder Niederlage in München: BVB-Kapitän Marco Reus Bild: dpa

Nach der Niederlage beim FC Bayern übte Dortmund-Kapitän Marco Reus scharfe Kritik am Schiedsrichter. Nun wehrt sich der DFB dagegen. In klaren Worten weist der Verband die Vorwürfe zurück.

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          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die scharfen Vorwürfe von Nationalspieler Marco Reus an Schiedsrichter Marco Fritz am Montag mit deutlichen Worten zurückgewiesen. „Die in der ersten Enttäuschung sicherlich auch in der Form überzogene Kritik hat diese Spielleitung ganz sicher nicht verdient“, teilte die Sportliche Leitung der Elite-Schiedsrichter beim DFB mit Chef Lutz Michael Fröhlich auf der Verbandsseite mit, ohne Reus' Namen zu nennen. Der DFB-Kontrollausschuss ermahnte Reus zudem zur Mäßigung bei öffentlichen Aussagen.

          Bundesliga

          Kapitän Reus von Borussia Dortmund hatte sich nach dem Klassiker bei Bayern München (2:4) am Samstag über die Spielleitung beschwert und den Vorwurf erhoben, der Rekordmeister genieße einen Bonus bei den Unparteiischen. Konkret erzürnte ihn die großzügige Auslegung eines Zweikampfes zwischen dem Münchner Leroy Sané und Dortmunds Emre Can vor dem 2:3 (88.). Reut sagte, der Schiedsrichter habe „keine Eier gehabt, da zu pfeifen“. Zudem hatte der Nationalspieler erklärt: „Ich sage ihnen ganz ehrlich: Wenn dieses Foul bei Bayern gewesen wäre, hätte er es hundertprozentig gepfiffen.“

          „Die Entscheidung des Schiedsrichters (...) ist angemessen“, hieß es zu besagter Szene vonseiten des DFB. Der Videoassistent habe deshalb nicht eingreifen müssen und, „da zwischen dem Zweikampf und dem Torerfolg mehrere Dortmunder Spieler am Ball waren und es sich nicht mehr um ein und dieselbe Angriffssituation handelt“.

          „Offener Umgang mit Fehlern“

          Auch alle anderen diskutierten Entscheidungen von Fritz (Korb) seien richtig gewesen, hieß es. Etwa, keinen Handelfmeter gegen Reus zu verhängen („regelkonform“), das Foul von Mo Dahoud an Kingsley Coman nach VAR-Eingriff mit Elfmeter zu „ausschließlich ein Tritt auf den Fuß“) und Reus nach dem Rempler von Joshua Kimmich einen Strafstoß zu verweigern („kein Foulspiel im Strafraum“).

          „Wir gehen offen mit kritischen Entscheidungen oder gar Fehlern um. Das haben wir in der Vergangenheit oft bewiesen“, teilten Fröhlich und Co. abschließend mit: „Aber in diesem Spiel sehen wir bei den genannten Schlüsselsituationen keinen Fehler des Schiedsrichters und unterstützen ausdrücklich die getroffenen Entscheidungen.“

          Reus wurde außerdem vom DFB-Kontrollausschuss aufgefordert, sich zukünftig in seiner Wortwahl zu mäßigen und seiner Vorbildfunktion als Mannschaftskapitän vollumfänglich gerecht zu werden. Im Wiederholungsfall müsse sonst mit einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht gerechnet werden, teilte der DFB zu Wochenbeginn mit.

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