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Tätlichkeit gegen Fan : DFB-Sportgericht ändert Sperre für HSV-Profi Leistner

  • Aktualisiert am

Einspruch zumindest in Teilen erfolgreich: HSV-Profi Toni Leistner (links) Bild: Reuters

Nach einer Attacke gegen einen provozierenden Zuschauer beim Spiel in Dresden wird nun doch die zunächst harte Strafe gegen den Hamburger Profi Toni Leistner geändert. Das Gericht macht mildernde Umstände geltend.

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          Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat die Sperre für Toni Leistner vom Hamburger SV geändert. Der Profi des Zweitligavereins muss wegen einer Tätlichkeit gegen einen Zuschauer nach vorangegangener sportwidriger Handlung sowie eines Verstoßes gegen das DFB/DFL-Hygienekonzept vier Partien – jeweils zwei in der Meisterschaft und im DFB-Pokal – zuschauen.

          Zunächst war Leistner für fünf Spiele, von denen drei direkt zu verbüßen gewesen wären und zwei bis einschließlich 18. September 2021 zur Bewährung ausgesetzt waren, gesperrt worden. Zudem wurde die zunächst verhängte Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro auf 6000 Euro reduziert.

          „Normalerweise werden Übergriffe von Spielern auf Zuschauer härter bestraft. In diesem Fall griffen aber einige Milderungsgründe, vor allem die Tatsache, dass der Spieler bisher sportgerichtlich nicht in Erscheinung getreten ist und er in hohem Maße provoziert wurde, beziehungsweise glaubte, provoziert worden zu sein“, sagte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz nach der mündlichen Verhandlung am Donnerstag in Frankfurt. Für eine noch deutlichere Reduzierung der Strafe sei kein Raum geblieben, „weil von dem Urteil auch eine abschreckende Wirkung ausgehen muss“.

          Leistner war im Anschluss an das DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden am 14. September mehrmals von einem Zuschauer beleidigt worden und hatte den Provokateur daraufhin auf der Tribüne körperlich attackiert. Deswegen war er im Einzelrichterverfahren zunächst mit einer Sperre von fünf Pflichtspielen belegt worden, von denen drei direkt zu verbüßen gewesen wären und zwei bis einschließlich 18. September 2021 zur Bewährung ausgesetzt waren. Dagegen hatte der 30-Jährige Einspruch eingelegt.

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