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Frankfurter Fußballklub : Darum ist die Eintracht „ready“ für die neue Saison

Hat seinen Infekt überstanden: Kevin Trapp kann in Magdeburg spielen. Bild: Huebner

Vor dem DFB-Pokalspiel in der ersten Runde beim 1. FC Magdeburg ist die Eintracht optimistisch. Doch die Fallhöhe ist groß für den Europa-League-Sieger. Das zeigt die Vergangenheit.

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          Besser hätte es aus Sicht von Eintracht-Trainer Oliver Glasner nicht kommen können. Ein Spielplan wie aus dem Bilderbuch für die Frankfurter zum Saisonstart: Magdeburg, der Pokalgegner an diesem Montag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, in der ARD und bei Sky), ist für Glasner das „attraktivste Los“ der ersten Runde. Den deutschen Meister Bayern München, mit dem es die Hessen am Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga, bei SAT.1 und DAZN) darauf zu Hause zum Erstligastart zu tun bekommen, bezeichnet er als den „attraktivsten Gegner in der Bundesliga“.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Und den UEFA Super Cup-Kontrahenten und Champions-League-Sieger Real Madrid – das Spiel wird am 10. August in Helsinki ausgetragen – ordnet Glasner in die Kategorie „wohl weltweit attraktivster Gegner“ ein. An Anziehungskraft und Faszination ist der Beginn des neuen Spieljahres für die Eintracht also nicht zu überbieten.

          DFB-Pokal

          Die größte Fallhöhe für die Frankfurter bietet das Pokalspiel in Sachsen-Anhalt beim Zweitligaaufsteiger. Schon ein Mal waren sie dort der Favoritenrolle nur mit großer Mühe und hohem Aufwand gerecht geworden – vor sechs Jahren, als sich die Eintracht in Runde eins erst im Elfmeterschießen gegen Magdeburg hatte durchsetzen können. Der damalige Torhüter Lukas Hradecky verhinderte mit zwei gehaltenen Elfmetern eine Blamage.

          Was Peinlichkeiten im Pokal angeht, haben die Frankfurter Übung: Im August 2018 unterlagen sie in der ersten Runde dem Regionalligaklub SSV Ulm 1:2. Und in der Vorsaison war Waldhof Mannheim beim 0:2 schon Endstation für die Eintracht zum Auftakt des Wettbewerbs. Nun komme es in Magdeburg darauf an, „es besser zu machen, gleich das erste Pflichtspiel zu gewinnen, um uns ein gutes Gefühl für die Bundesliga zu holen. Die Aufgabe mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen“ – so lautet die Devise von Stürmer Rafael Borré, der in der Startformation stehen dürfte.

          Krösche: „Unbedingt weiterkommen“

          Diese Haltung ist ganz im Sinne von Sportvorstand Markus Krösche, der als klare Zielsetzung ausgegeben hat, „unbedingt eine Runde weiterzukommen und eine bessere Pokalsaison zu spielen als zuletzt“. Das dürfte keine Kunst für den Europa-League-Gewinner sein. Ihren hohen Ansprüchen entsprechend müssen die Frankfurter in der Lage sein, sich gegen den Neunten der zweiten Liga durchzusetzen, der bisher ein Spiel gewonnen und eins verloren hat.

          Die Hessen bestärkt ihre sehr ordentliche Saisonvorbereitung mit vier Siegen, einem Unentschieden und nur einem Gegentor darin, schnell erfolgreich zueinander zu finden. „Wir haben den Teamspirit noch mal stärken können und sind gut vorbereitet, um etwas Großes zu erreichen“, sagte Borré den vereinseigenen Medien. Nach Einschätzung des kolumbianischen Nationalspielers ist es den Verantwortlichen gelungen, mit „guten Verstärkungen eine kompakte Mannschaft zu formen“.

          Die Frankfurter würden sich jetzt „ready fühlen“, sagte Trainer Oliver Glasner am Freitag. „Nur müssen wir es in Magdeburg auch zeigen.“ Vor dem Pokalspiel in Mannheim sei die Eintracht seinem Empfinden nach ebenfalls „ready“ gewesen. „Dann haben wir es aber nicht gezeigt.“ Glasner will seinen Fehler nicht wiederholen, als er damals Kapitän Sebastian Rode nach 45 Minuten ausgewechselt hatte. „Diesmal werde ich niemanden schonen, damit er gegen die Bayern spielen kann“, kündigte der Trainer an. „Es reicht, ein Mal in der ersten Runde auszuscheiden“.

          Torhüter Kevin Trapp, der an einem Infekt litt, kehrte am Freitag ins Mannschaftstraining zurück. Mit seinem Einsatz in Magdeburg ist fest zu rechnen. Hoffnung besteht bei Verteidiger Evan Ndicka, der nach mehreren Tagen Ausfallzeit ebenfalls wieder mit dem Team üben konnte. Machen sich seine Wadenprobleme am Wochenende nicht mehr bemerkbar, wird der Franzose wohl in der Pokalbegegnung dabei sein.

          „Wir gehen mit klarer und großer Motivation in die neue Saison“, sagte Glasner. „Wir haben die Zeit in der Vorbereitung sehr gut nutzen können, die neuen Spieler zu integrieren und bei den alten alles aufzufrischen.“ Das attraktive Auftaktprogramm ist für die Eintracht Ansporn genug.

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