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1:0 in Augsburg : Der VfB besiegt den Auswärtsfluch

  • -Aktualisiert am

Mario Gomez stemmt die Last: Der VfB-Torschütze jubelt mit Erik Thommy (rechts) Bild: dpa

Die schwächste Auswärtsmannschaft der Bundesliga schafft den ersten Erfolg in der Fremde: Im Duell zwischen Bayrisch-Schwaben aus Augsburg und den Schwaben aus Stuttgart gewinnt der VfB dank eines Tores von Mario Gomez.

          Der 1:0-Sieg gegen den FC Augsburg durch das Tor von Mario Gomez bedeutet für den VfB Stuttgart das Ende so mancher Negativserie. Dem neuen Trainer Tayfun Korkut gelang damit in der laufenden Saison der erste Stuttgarter Erfolg auf fremden Platz. Das 0:0 in der Vorrunde war bis dahin das einzige der letzten acht Schwaben-Duelle gewesen, das die Augsburger nicht für sich hatten entscheiden können. FCA-Trainer Manuel Baum hatte aber nichts von einer vermeintlichen Favoritenrolle seiner Mannschaft wissen wollen. „Jeder kann die Statistik finden, die ihm passt“, hatte er schon vor dem Spiel gewarnt. Und sollte in einer von vielen Emotionen geprägten Partie Recht behalten.

          Bundesliga
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          Anders als von vielen erwartet, hatte Korkut die Rückkehr eines der erfahrensten Stuttgarters jedoch nicht dazu bewogen, einen Systemwechsel auf eine Dreierkette in der VfB-Abwehr vorzunehmen: Bei seinem ersten Einsatz in der Startelf nach überstandener Adduktorenverletzung spielte Holger Badstuber nicht auf seiner angestammten Position in der Innenverteidigung, sondern im defensiven Mittelfeld. Dort dirigierte er seine Mitspieler zwar genauso lautstark wie gestenreich, im Stuttgarter Aufbauspiel blieb der 28-Jährige aber nur eine Randerscheinung.

          Nach einer zähen Anfangsphase mit leichten Vorteilen für die Augsburger stand dann ohnehin ein anderer Spieler mit reichlich Erfahrung im DFB-Team im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Freistoß des erst vor einem Monat vom FCA zu den württembergischen Schwaben gewechselten Erik Thommy blieb in der 27. Minute zunächst in der Mauer hängen, im Strafraum schaltete Mario Gomez aber am schnellsten und zielte präzise zur Stuttgarter Führung ins Eck.

          Der Videoschiedsrichter greift zurecht ein

          Danach intensivierte der FCA seine Offensivbemühungen zwar, Mittel gegen die neue defensive Stabilität im VfB-Spiel fand die Heimmannschaft aber nicht. Bei der einzigen aussichtsreichen Chance der Augsburger in der ersten Hälfte stand Michael Gregoritsch, der wieder den verletzten Alfred Finnbogason im Sturmzentrum ersetzte, klar im Abseits. Schiedsrichter Tobias Stieler entschied zwar zunächst auf Tor, revidierte seine Entscheidung nach Einsatz des Videoassistenten aber folgerichtig – sehr zum Unmut der FCA-Spieler, die diese eindeutige Szene offenbar anders bewerteten.

          Nach Wiederanpfiff spielten dann fast nur die Augsburger. Der Ball lief zwar bisweilen gefällig durch die Reihen der Heimmannschaft, gegen die gut organisierte Stuttgarter Abwehr fehlte es aber sowohl an Ideen als auch an Durchschlagskraft. Der VfB-Abwehr blieb sattelfest gegen die wütenden Angriffe des FCA, dazu konterten die Stuttgarter bei jeder Gelegenheit schnell und gefährlich. Gomez vergab jedoch freistehend vor dem Augsburger Torwart Marwin Hitz (65.), und auch Ginczek zielte knapp vorbei (76.). In der hektischen Schlussphase wurde FCA-Trainer Baum auf die Tribüne verwiesen. Nach zuletzt einem Punkt gegen den VfL Wolfsburg und einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach stand für die Stuttgarter aber das nächste Erfolgserlebnis unter Korkut im Vordergrund, vor allem aber wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

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