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1:0 in Stuttgart : Der VfB schenkt den Bayern den Sieg

  • -Aktualisiert am

Da ist Trost nötig: Chadra Akolo (l., neben Benjamin Pavard) hat einen Elfmeter verschossen Bild: dpa

Elfmeter in der Nachspielzeit - und dennoch verloren: Der VfB Stuttgart vergibt die Chance auf einen Punktgewinn gegen die Bayern. Akolo verschießt. Nur Thomas Müller trifft und verschafft den Bayern einen noch größeren Vorsprung an der Tabellenspitze.

          Ein früherer Stuttgarter als Spielverderber. Sven Ulreich parierte in letzter Minute einen schwach geschossenen Foulelfmeter des Stuttgarters Akolo und rettete damit dem FC Bayern München den am Ende glücklichen 1:0-Erfolg beim VfB Stuttgart. „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl vor dem Elfmeter. Das ist nicht immer so, heute hat es aber gepasst“, sagte der späte Held des Spiels. Das Tor des Tages für den souveränen Tabellenführer der Bundesliga hatte zuvor der eingewechselte Thomas Müller (79.) geschossen. Damit bauten die Bayern ihre Führung aus, während der VfB nach zuletzt vier Niederlagen als Fünfzehnter am Rande der Abstiegszone angekommen ist. „Das Ende des Spiels war symptomatisch für die vergangenen Wochen“, sagte Innenverteidiger Holger Badstuber. Die Schwaben müssen ihren Frust nun bis zum Pokalspiel in Mainz am Dienstag (18.30 Uhr) überwinden.

          Schlitzohr: Thomas Müller trifft für die Bayern Bilderstrecke

          Die Vorzeichen standen schlecht für Stuttgart. Die Bayern hatten vor dem Wiedersehen mit dem Bundesliga-Rückkehrer die vorangegangenen zwölf Duelle mit dem VfB gewonnen und auch die dreißig Spiele davor gegen Bundesliga-Aufsteiger siegreich gestaltet. Doch die Stuttgarter hatten sich vorgenommen, die Partie furchtlos anzugehen. Der Samstagnachmittag war auch ein Tag des Wiedersehens für diverse Seitenwechsler. So traf  Badstuber, inzwischen Abwehrchef beim VfB, seine alte Liebe Bayern, während bei den Münchnern Torhüter Ulreich, Rechtsverteidiger Kimmich und der auf der Bank sitzende Rudy gern an ihre Stuttgarter Tage zurückdenken.

          Ball gestoppt, abgezogen, fertig war das 1:0

          Für Nostalgie aber ist im Profifußball auch während der Vorweihnachtszeit kein Platz. Wenn der Ball rollt, wird es ernst. Ein bisschen jedenfalls, da die Bayern in der ersten Hälfte keine ihrer drei Torgelegenheiten durch Lewandowski (1./21.) und Tolisso (36.) nutzten und der VfB mit seinen gelegentlichen Schnellattacken nur einmal dicht vor einem Treffer war, als Ulreich bei Akolos scharfem Flachschuss auf dem Posten war. Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften war deutlich zu spüren: Die Münchner waren eine ständige Bedrohung, die Stuttgarter wehrten sich wacker und wirkten nur ausnahmsweise gefährlich. Dann sah Coman, dass der eingewechselte Müller für einen Augenblick frei stand, und der machte aus der Vorlage des Franzosen das Allerbeste. Ball gestoppt, abgezogen, fertig war das 1:0 für die Münchner.

          Dass nach einem Foul von Süle an Ascacibar der Stuttgarter Akolo nicht die Nerven hatte, einen Strafstoß in der letzten Minute zum Ausgleich zu nutzen, war dem früheren VfB-Torwarthelden Ulreich zu danken, der wieder einmal einen Elfmeter parieren konnte.

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