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Der Trainer will weg : Flick kündigt dem System Hoeneß

Er will gehen: Hansi Flick, seit November 2019 Cheftrainer beim FC Bayern. Bild: EPA

Weil der Trainer, der sechs Titel holte, beim FC Bayern trotzdem nicht viel zu sagen hat, überrumpelt er zum Abschied auch den eigenen Klub. Die Spieler sind berührt. Nur die Führung missbilligt das einseitig verkündete Ende.

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          Als er ein Trainer ohne Mannschaft war, ist Hansi Flick von Uli Hoeneß überrumpelt worden. Es war im Mai 2019, als Flick, so stand es neulich in der „Süddeutschen Zeitung“, mit dem Gedanken spielte, ein Angebot aus Amerika anzunehmen. In der Nähe von San Francisco baute ein Bekannter eine Soccer Hall auf, so etwas wie eine Privatakademie für Fußball, für die er Flick als Technischen Berater mit gelegentlicher Anwesenheitspflicht einstellen wollte. Das hörte sich interessant an. Doch dann meldete sich Hoeneß.

          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Am Telefon fragte er Flick, was der davon hielte, als Assistent des Cheftrainers Niko Kovac für den FC Bayern zu arbeiten. Flick hielt viel davon. Er sagte seinem Bekannten ab und Hoeneß zu, der in einer seiner letzten großen Entscheidungen als Präsident einen Plan durchsetzte: Flick als Alternative zum umstrittenen Kovac. Im November war es soweit. Der Assistent ersetzte seinen Chef. Und obwohl nicht mal Hoeneß ahnen konnte, was der danach leistete, musste man festhalten: Es kam so, wie er es wollte.

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