https://www.faz.net/-gtm-8vjub

1:0 gegen Hertha BSC : Der HSV stellt den Anschluss her

  • -Aktualisiert am

So sieht Erlösung aus: Albin Ekdal nch seinem Siegtor für den HSV Bild: dpa

Drei ganz wichtige Punkte für den HSV: Dank des Siegs gegen harmlose Berliner haben die Hanseaten wieder Kontakt zu Tabellenplatz 15. Dem Siegtorschützen gelingt eine Premiere.

          2 Min.

          Auf seine Heimstärke kann sich der Hamburger SV in der Bundesliga derzeit verlassen. Dank eines späten Treffers Albin Ekdals gewann der HSV die Partie gegen Hertha BSC Berlin mit 1:0. Der Schwede traf in der 77. Minute zum sechsten Saisonsieg – dem vierten Erfolg im eigenen Stadion. Nur eine gute Woche nach dem peinlichen 0:8 von München wirkte der HSV gut erholt und gewann gegen erst spät erwachende Berliner verdient.

          Die auswärtsschwache Hertha tat einfach zu wenig, um im Volksparkstadion zu punkten. Der abstiegsbedrohte HSV belohnte sich spät für eine kämpferisch und stellenweise auch spielerisch ordentliche Leistung und ist nun punktgleich mit dem Tabellenfünfzehnten Wolfsburg Sechzehnter.

          „Es ist ein sehr schönes Gefühl, das erste Bundesliga-Tor zu erzielen - gerade in so einer wichtigen Phase“, sagte Ekdal. Torhüter René Adler ergänzte: „Das fühlt sich gut an, dass wir uns belohnt haben, für den Aufwand, den wir betreiben. Wir haben es sehr gut gemacht. Die Hertha hatte keine richtige Torchance.“ Hertha-Trainer Pal Dardai reagierte sehr enttäuscht auf die Niederlage. „Tut schon weh“, sagte der Ungar und bemängelte den Ballverlust vor dem entscheidenden Treffer: „Wir haben ein Tor kassiert, das unnötig ist.“

          Jarstein hält

          Diese abschließende Partie des 23. Spieltages wr eine zähe Angelegenheit. Allein der HSV sorgte für ein paar aufregende Momente. Aaron Hunt hatte Pech, dass Schiedsrichter Felix Brych die Berührung durch Marvin Plattenhardt im Berliner Strafraum nicht mit einem Elfmeter ahndete (15. Minute).

          Nach der Szene traf Lewis Holtby nur einen am Boden liegenden Berliner. Der HSV machte das Spiel und knüpfte an die guten Heimleistungen der vergangenen Wochen an. Vier Minuten nach dem Aufreger um Hunt kam Nicolai Müller elf Meter vor dem Tor freistehend zum Schuss – Rune Jarstein wehrte reaktionsschnell ab. Von der 25. Minute an wurde Hertha etwas besser, ohne zu Chancen zu kommen, und hatte in der 45. Minute Glück, als Brych ein zweites Foul Niklas Starks nicht mit der zweiten, der dann Gelb-Roten Karte bestrafte.

          Voller Einsatz: Der HSV kämpft Hertha nieder Bilderstrecke
          Voller Einsatz: Der HSV kämpft Hertha nieder :

          Neben dem allgegenwärtigen Abstiegskampf ist die Vertragssituation Markus Gisdols ein Hamburger Dauerthema. Vor dem Spiel sagte der Trainer, dass er auch im Falle des Abstiegs bleiben könnte, wenn man sich einigt: „Wenn man solche Gespräche führt, müssen sie klassenunabhängig sein“, sagte Gisdol. Der HSV hat Interesse an einer längeren Zusammenarbeit mit Gisdol, dessen Vertrag am 30. Juni endet. Gisdol hat die Gespräche mit dem Klub unter Verweis auf den Abstiegskampf erst einmal vertagt.Der Aufwärtstrend unter ihm ist unverkennbar, aber wer nach zehn Spieltagen nur zwei Punkte hatte, der zittert eben bis zum letzten Spieltag. Das ist die Last, die Gisdol und sein Team tragen.

          Auch nach der Pause hatte sich Hertha weit zurück gezogen. Der HSV war um Kontrolle bemüht, wollte auf Berliner Fehler warten. Doch Hertha blieb kontrolliert, souverän, ließ höchstens ein paar Läufe Müllers zu, die wenig brachten. Und im Gegenteil nahmen beim HSV die Fehler im Aufbau zu. Zudem hatten die Hamburger ja erst am Mittwoch im Pokal gegen Gladbach gespielt.

          Der Druck, dieses Spiel gewinnen zu müssen, lag deutlich auf Hamburger Seite. In Berliner Tornähe kam Gisdols Team kaum noch, und zahlreiche Unterbrechungen verhinderten so etwas wie Spielfluss. Aus dem Nichts dann aber die Hamburger Führung: Ein gewonnener Zweikampf Bobby Woods, ein kluger Pass Hunts, und Albin Ekdal, wahrlich kein Torjäger, traf bedrängt zum 1:0 in der 77. Minute. Es war sein erstes Liga-Tor für den HSV.

          Weitere Themen

          Moskau schließt EM-Fanzone Video-Seite öffnen

          Steigende Corona-Zahlen : Moskau schließt EM-Fanzone

          Wegen wieder stark steigender Corona-Infektionszahlen schließt Moskau seine Fanzone zur Fußball-EM und verbietet alle Freizeitveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Als Grund für den starken Anstieg vermuten die Behörden neue Virusvarianten.

          Topmeldungen

          Neue Häuser : Eine Scheune für alle

          In einer Patchworkfamilie ist immer Bewegung. Eine Familie aus Hannover hat ein Holzhaus gebaut, das sich dem Wandel anpasst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.