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3:0 gegen Hamburg : Tag der Stürmer in Berlin

  • Aktualisiert am

Stürmer Ibisevic gelang ein Doppelpack für die Hertha. Bild: dpa

Ein besserer Saisonstart glückte den Berlinern seit dem Aufstieg 1997 nur ein einziges Mal. Nach dem 3:0-Sieg über den HSV ist Hertha BSC Vierter. Dafür sorgen vor allem zwei Stürmer.

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          Dank der „Tormaschine“ Salomon Kalou und Vedad Ibisevic geht der Höhenflug von Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga weiter. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai entzauberte am Samstag den Hamburger SV mit 3:0 (1:0) und stürmte in der Tabelle mit 14 Punkten auf Rang vier.

          Ein besserer Saisonstart glückte den Berlinern seit dem Aufstieg 1997 nur ein einziges Mal. In der Spielzeit 2000/01 hatte Hertha nach acht Runden 15 Punkte auf dem Konto. „Am Ende sah es easy aus, aber so leicht war es nicht. Wir mussten intensiv und hart arbeiten“, sagte Neuzugang Ibisevic.

          Kalou mit seinem dritten Saisontor (17. Minute) und Ibisevic mit seinem zweiten Doppelpack (76., 78.) für den Hauptstadtclub sorgten vor 65.427 Zuschauern im Olympiastadion für ein Berliner Freudenfest. Der HSV rutschte mit weiterhin zehn Punkten auf Rang elf. „Wir haben uns belohnt“, erklärte Herthas Mittelfeldmann Per Skjelbred. „Wir haben einen guten Lauf zu Hause“, ergänzte Kalou.

          Der Blick auf die Tabelle macht die Berliner Anhänger froh. Für Dardai ist es nebensächlich. „Ganz ehrlich, damit beschäftige ich mich nicht. Für unsere Fans war es ein Festtag, gutes Wetter, guter Fußball. Das ist wichtig“, betonte der Ungar.

          Der HSV mit Holtby verliert dagegen deutlich. Bilderstrecke

          Dardai hatte sich in der 65. Auflage des Duells der beiden Traditionsvereine für eine offensive Ausrichtung mit der Doppelspitze Ibisevic und Kalou entschieden - und wurde dafür schon zeitig belohnt. Der ehemalige Münchner Mitchell Weiser, der trotz eines Zehenbruchs wieder auflief und zu den besten Akteuren gehörte, bereitete stark vor. Kalou vernaschte HSV-Kapitän Johann Djourou und schoss die Kugel ins linke untere Toreck.

          Weiter ohne Stammkeeper Thomas Kraft, Verteidiger John Anthony Brooks und sechs weitere verletzte Akteure demonstrierte Hertha vor einer Berliner Saison-Rekordkulisse die neue Spielausrichtung, auch wenn der HSV die Startphase bestimmte. Weiser machte über die rechte Seite Druck. Vladimir Darida verteilte die Bälle.

          Bei einem 25-Meter-Hammer von Weiser bekam der frühere Berliner Jaroslav Drobny noch die Fäuste an den Ball (25.). Ibisevic und Kalou boten sich immer wieder an, waren aber auch schon die ersten Balleroberer. „Wir machen es gut. Auch die Spieler, die von der Bank kommen“, betonte Ibisevic.

          Der HSV, der zuletzt zu Hause 0:1 gegen Schalke verloren hatte, fand gegen die kompakte Hertha wenig Mittel. Für die ersten Aufreger vor dem Hertha-Tor aber sorgten die Berliner selbst. Nach einer Hereingabe von Dennis Diekmeier sprang der Ball von Weisers Rücken knapp neben den Pfosten (12.). Dann missglückte Fabian Lustenberger eine Abwehr.

          Der Kapitän vereitelte aber auch die beste Gäste-Chance der ersten Hälfte, als der Schweizer einen Schuss des ehemaligen Berliners Pierre-Michel Lasogga in letzter Sekunde noch abblockte (41.). Später scheiterte Lewis Holtby aus spitzem Winkel an Kraft-Ersatz Rune Jarstein (56.). „In der zweiten Halbzeit war das unser schlechtestes Saisonspiel, nimmt man Bayern aus“, sagte HSV-Verteidiger Diekmeier. „Das Ergebnis ist deutlicher, als das Spiel war“, meinte Lasogga.

          Darida hätte nach klasse Hacken-Ablage von Kalou schon kurz nach der Pause den Sack für Hertha zumachen können. Doch der tschechische Nationalspieler schoss frei aus zwölf Metern den Ball neben das HSV-Gehäuse. Auch Genki Haraguchi hatte das zweite Tor auf dem Fuß (71.), ehe der ehemalige Stuttgarter Ibisevic mit seinen Saisontoren Nummer drei und vier das engagierte Spiel der Gastgeber belohnte. „Auf solche Bälle spekuliere ich“, sagte der Bosnier.

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