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2:1 gegen Mainz 05 : Der BVB bleibt dank Bürki im Rennen

Starker Rückhalt: Roman Bürki rette dem BVB den Sieg gegen Mainz 05. Bild: dpa

Zwei schnelle Tore reichen für Borussia Dortmund: Mit Hängen und würgen rettet der BVB die Führung gegen Mainz 05 über die Zeit. Der Torwart sichert Schwarz-Gelb zumindest für eine Nacht die Tabellenführung.

  • -Aktualisiert am

          Die psychische Stabilität wird mehr und mehr zum Problem bei den Dortmundern, die am Samstag in einer nervenaufreibenden Schlussphase nur mit größter Mühe einen 2:1-Sieg gegen Mainz 05 ins Ziel retteten. Skeptiker hatten befürchtetet, dass der BVB nach der imposanten Demonstration der Münchner eher nicht mehr die Kraft haben würde, diese Saison noch als deutscher Meister zu beenden. Nach dem 2:1 gegen Mainz 05, zu dem Jadon Sancho beide Treffer beitrug, konnten sie sich einerseits bestätigt fühlen, denn der BVB vermochte sich am Ende kaum aus der Mainzer Umklammerung befreien. Andererseits steht der Revierklub zumindest bis zum Sonntagnachmittag wieder an der Tabellenspitze, die Bayern müssen schon in Düsseldorf gewinnen, um nicht in der Verfolgerrolle in die Karwoche zu gehen.

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          "Ich weiß nicht, warum wir uns noch mal so hinten reindrängen lassen", sagte BVB-Kapitän Marco Reus. „Wir sind nicht mehr gut in die Zweikämpfe gekommen, weil wir die Mainzer das Spiel haben bestimmen lassen. Wir müssen ehrlich sagen, dass wir mit Hängen und Würgen gewonnen haben.“ In der Nachspielzeit rettete Torwart Roman Bürki dreimal in kaum einer Sekunde und sicherte den Ball am Ende auf der Torlinie. „Ich bin nicht glücklich über das Spiel vor allem in den letzten 15 Minuten“, sagte Bürki. „Wir beginnen gut, aber nach dem 2:1 haben wir Angst, dass es noch schief gehen kann. Wir sind nur noch hinten drin gestanden und haben nicht mehr verteidigt.“

          Es gab auch gute Dortmunder Phasen in diesem Spiel. Der BVB spielte anfangs freudvoll, und Sancho traf früh zum verdienten 1:0 (17.); Marius Wolf hatte einen guten Steilpass aus der eigenen Hälfte auf Götze gespielt, dessen Querpass der englische Teenager souverän verwertete. Trainer Lucien Favre hatte genau die Startelf nominiert, die im Rückblick womöglich auch in München sinnvoll gewesen wäre: Götze spielte für Mahmoud Dahoud, so dass Marco Reus wieder aus der Sturmspitze zurück ins Mittelfeldzentrum rücken konnte. In der Defensive kam der erfahrenere Julian Weigl für Dan-Axel Zagadou zum Einsatz, und Marius Wolf ersetzte Lukasz Piszczek, der nach seiner langen Verletzungspause noch seine Form sucht.

          Spürbar, dass es knapp werden könnte

          Das stabilisierte das Team zunächst und schuf in der Offensive eine neue Leichtigkeit, die sich auch beim 2:0 zeigte. Am Ende eines schönen Spielzuges war es wiederum Sancho, der auf Vorlage von Thomas Delaney das 2:0 schoss (24.). Das Stadion feierte, allerdings ergaben sich nun auch immer wieder Phasen, in denen die Dortmunder ein wenig nachlässig wurden.

          Glücklicher Sieger: Jadon Sancho schießt den BVB an die Tabellenspitze.

          Nun war spürbar, wie schnell diese Partie trotz der Überlegenheit kippen könnte, zumal die Dortmunder nach der Halbzeitpause zu wenig Profit aus den eigenen Möglichkeiten schlugen. Und als Onisowo nach einer Stunde aus zehn Metern den Pfosten des Dortmunder Tores getroffen hatte, wurde der BVB immer unsicherer. Nachdem in der 81. Minute der eingewechselte Robin Quaison aus dem Gewühl tatsächlich zum längst verdienten 2:1 getroffen hatte, ging bei den Dortmundern dann sogar die Angst um. Aber irgendwie retteten sie sich über die Zeit.

          Mainzer Aufbäumen: Robin Quaison  hat es nach seinem Treffer eilig.

          „Wir haben gewonnen und nur das Ergebnis zählt“, sagte BVB-Trainer Lucien Favre recht lapidar. Sein Gegenüber Sandro Schwarz urteilte etwas differenzierter: „In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, haben uns selbst geschlagen. Die zweite Halbzeit war herausragend. Es ist ärgerlich, dass wir das 2:2 nicht über die Linie gedrückt haben. Wir haben Torchancen ohne Ende gehabt. Es ist ärgerlich, dass wir keinen Punkt geholt  haben."

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