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Neuer Bayern-Torwart : Berater erklärt Hintergründe zu Nübel-Transfer

  • Aktualisiert am

Torwart Alexander Nübel wechselt im Sommer von Schalke zum FC Bayern. Bild: dpa

Obwohl Manuel Neuer noch da ist, wechselt Torwart Alexander Nübel im Sommer von Schalke nach München. Seitdem gibt es eine Debatte um den Sinn des Transfers. Nun äußert sich der Berater von Nübel.

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          Ein Wechsel ins Ausland sei für Torhüter Alexander Nübel vom Fußball-Bundesligaverein FC Schalke 04 keine Alternative gewesen. Dies bestätigte Nübel-Berater Stefan Backs im Fußballmagazin „11 Freunde“. „Es lief auf Schalke und Bayern hinaus, auch wenn es noch andere deutsche Interessenten gab. Drei Angebote hat er sich angehört“, sagte Backs. Auch eines von Borussia Dortmund? „Dazu kann ich Ihnen nichts sagen“, antwortete Backs vielsagend.

          Bundesliga

          Das erste Interesse der Bayern habe es bereits 2018 gegeben. „Im Februar 2019 kam dann die erste Anfrage“. Anfang Januar gaben die Münchner dann bekannt, Nübel für fünf Jahre verpflichtet zu haben. Der Berater verriet zudem, warum ein Wechsel ins Ausland für seinen Klienten nicht infrage kam. „Eine Umstellung auf einen neuen Verein ist schon ein großer Schritt. Ein neues Land, eine neue Sprache und eine neue Kultur – das wäre zu viel gewesen.“

          Zu möglichen Einsatzgarantien beim FC Bayern wollte sich der Berater nicht äußern. „Alex will Manuel Neuer mittelfristig verdrängen. Wenn ich zu den Bayern wechsle, muss ich mich da durchsetzen wollen. Alex kann im Training und in den Einsätzen viel lernen. Wenn ich also ein großer Torhüter werden will und dann nicht einen 35- oder 36-jährigen Torwart attackiere, dann habe ich es auch nicht verdient“, sagte Backs.

          Über die Entscheidung, Nübel als Kapitän abzusetzen, könne man unterschiedlicher Meinung sein. „Zum einen stünde er als Kapitän jedes Mal vor der Kamera und würde jedes Mal zum Wechsel befragt werden. Das ist ein Grund für diese Entscheidung, ihm die Binde abzunehmen. Allerdings habe ich moralisch damit meine Schwierigkeiten: Alex wird dafür bestraft, dass er seinen Vertrag erfüllt – in Zeiten, in denen Profis sich ganz anders verhalten. Er hat kein kritisches Interview gegeben, sich nicht rausgeklagt, nicht den Vertrag gebrochen.

          Backs deutete abermals an, dass der frühere Manager Christian Heidel eine Vertragsverlängerung von Nübel bei Schalke verschlafen hat. „Ich habe zwei Mal bei ihm angerufen, er hat sich daraufhin nicht zurückgemeldet. Heidel hat in Bezug auf Alex überhaupt nichts unternommen, Ende Februar hat er den Verein verlassen“, sagte Backs.

          Zwei Wochen nachdem Nübel im Vorjahr Ralf Fährmann als Nummer eins auf Schalke abgelöst hatte, seien bei ihm die ersten Anrufe von „größeren Klubs, auch aus dem Ausland“ eingegangen, verriet Backs: „Bis dahin war Schalke allein auf weiter Flur, doch in dem Moment war für Alex klar: Die anderen Angebote will er sich mal anhören. Zumal von Schalke immer noch kein Zeichen gekommen war.“ Erst der neue Sportvorstand Jochen Schneider kämpfte bis zuletzt und mit einem hochdotierten Vertrag um Nübel, die Entscheidung für Bayern München sei angeblich erst unmittelbar vor der vom Verein gestellten Frist (letzter Hinrunden-Spieltag) gefallen, sagte Backs: „Bis dahin hat er noch lange mit sich gerungen.“

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