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Neue Aufgabe in München : Darum will Kahn zu den Bayern zurückkehren

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„Es ist kein Geheimnis, dass wir in einem sehr, sehr engem Austausch sind“: Oliver Kahn und die Bayern Bild: dpa

Vierzehn Jahre spielte er für die Münchner. Nun soll Oliver Kahn wieder beim FC Bayern einsteigen – in prominenter Position. Zuvor erklärt der frühere Torwart sein Motiv und den Stand der Dinge bei der Rückkehr.

          Oliver Kahn sieht seine persönliche Verbundenheit mit dem FC Bayern München als ein zentrales Motiv für den geplanten Einstieg in den Vorstand. „Man darf nicht vergessen, der FC Bayern ist ein ganz, ganz großer Teil meines Lebens gewesen. Über den FC Bayern bin ich dann auch in die Nationalmannschaft gekommen. Ich denke mal, da spürt man auch eine gewisse Verpflichtung und später auch eine gewisse Dankbarkeit, dass man Teil eines solchen Vereins sein darf“, sagte der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter am Mittwoch bei der „Spielmacherkonferenz“ in Hamburg.

          Es sei immer auch eine Frage des Zeitpunkts, und wenn alles zusammenpasse, „dann ist es doch auch ganz logisch, dass ich mich mit einem solchen Thema auseinandersetze“, meinte Kahn, der von 1994 bis 2008 in München spielte. Der frühere Profi, der am Samstag seinen 50. Geburtstag feiert, soll zum 1. Januar 2020 eine Probezeit beim deutschen Rekordmeister antreten und mittelfristig Karl-Heinz Rummenigge ablösen, dessen Vertrag als Vorstandsvorsitzender Ende 2021 ausläuft.

          In den Gesprächen seien sie sehr weit, meinte Kahn. Es sei „kein Geheimnis, dass wir in einem sehr, sehr engem Austausch sind“. Noch sei aber „nichts spruchreif“, sagte Kahn: „Ich spreche nicht gern über Dinge, die noch nicht in trockenen Tüchern sind.“ Präsident Uli Hoeneß hatte Kahn zuletzt als „Wunschkandidaten“ für die Rummenigge-Nachfolge bezeichnet. In den vierzehn Jahren als Torwart in München wurde Kahn achtmal deutscher Meister, feierte sechs Triumphe im DFB-Pokal und gewann 2001 die Champions League.

          Die deutsche Nationalmannschaft sieht er auf einem guten Weg. „Insgesamt glaube ich, dass wir sehr, sehr viele vielversprechende Spieler bei uns haben“, sagte er. „Wir haben viele Talente, die viel Hoffnung machen.“ Die jüngsten Gegner seien jedoch nicht der richtige Maßstab gewesen. „Ob diese Truppe tatsächlich titelreif, titelfähig ist, so was sieht man letztendlich immer nur beim Turnier.“

          Mit Spielern wie Serge Gnabry (Bayern München) oder Leroy Sane (Manchester City) habe die Nationalmannschaft „viele Talente, die eigentlich viel Hoffnung machen“, sagte Kahn. Er könne sich „vorstellen, dass sich daraus etwas entwickeln kann. Aber jetzt schon Hurra zu schreien, wäre zu früh.“ Im September stehen gegen Erzrivale Niederlande in Hamburg und in Nordirland die nächsten EM-Qualifikationsspiele an. Am Dienstagabend hatte die Nationalmannschaft in Mainz 8:0 (5:0) gegen Estland gewonnen, drei Tage zuvor 2:0 in Weißrussland.

          Die Verantwortlichen um Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff wüssten um die Zielsetzung. „Es geht darum, den deutschen Fußball wieder dorthin zurückzubringen, nämlich an die absolute Weltspitze.“ Das sei ein langer Gang. „Das ist nicht so einfach: 2014 Weltmeister. So eine Mannschaft produziert man nicht andauernd. Das sind immer Höhen und Tiefen und Wellentäler, durch die jede Nation irgendwann mal geht.“

          Bei der dritten Spielmacher-Konferenz im Cruise Center in der Hamburger HafenCity diskutierten am Mittwoch über 1000 Gäste aus Deutschland, Europa und den Vereinigten Staaten über die großen Zukunftsthemen des Fußballs. Kahn war in seiner Rolle als Unternehmer (Goalplay) Stargast der Veranstaltung.

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