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Frankfurter Nationaltorwart : Darum ist Kevin Trapp so wichtig für die Eintracht

Kevin Trapp ist der Ruhepol bei Eintracht Frankfurt. Bild: Picture-Alliance

Die Frankfurter kämpfen mit Wolfsburg und Dortmund um die Plätze in der Champions League. Dabei kommt es auch auf Kevin Trapp an. Der Torwart ist nicht nur auf dem Rasen eine Säule der Eintracht.

          2 Min.

          Immer dabei, nie verletzt: Der Rekordspieler der Eintracht steht ganz hinten und hat den besten Überblick. Kevin Trapp, 30 Jahre alt, ist eine der Säulen der Frankfurter Fußballmannschaft, die sich anschickt, in dieser Saison den ganz großen Wurf zu landen. Der Einzug in die Champions League, seit Wochen das Thema in der Stadt, in der Region und auch im Verein, ist zum Greifen nah.

          Bundesliga
          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Drei Spiele noch, spätestens dann steht fest, ob die von Torhüter Trapp angeführte Eintracht ihre derzeitige Position bis ins Ziel retten kann. Tabellenvierter ist die Eintracht. Bei günstigem Verlauf und drei finalen Siegen wäre sogar Platz drei möglich. Allerdings ist auch nicht ausgeschlossen, dass Verfolger Borussia Dortmund, aktuell einen Punkt hinter der Eintracht liegend, noch an der Elf von Trainer Adi Hütter vorbeizieht. Siege also sind Pflicht gegen die noch ausstehenden Gegner Mainz, Schalke und Freiburg. Einer der Garanten dafür soll Trapp sein.

          Trapp weiß, was er kann und welchen Wert er für die Eintracht besitzt. Mit 31 Einsätzen in 31 Bundesligaspielen gibt es keinen Frankfurter Fußballprofi, der in dieser Saison ebenso oft wie Trapp dabei gewesen ist. Seine Nominierungen sind Selbstläufer – und, natürlich, sie sind konkurrenzlos. Zwischen den Pfosten ist Trapp bei der Eintracht das Maß aller Dinge. Er ist der Ruhepol, der auch dank der guten Leistungen im Vereinsdress den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hat und immer wieder Einladungen zu Länderspielen erhält. Dass Trapp dort bislang lediglich fünfmal zum Einsatz gekommen ist, hängt auch und vor allem mit Manuel Neuer zusammen. Der Bayern-Keeper spielt (fast) immer.

          „Jetzt nicht schwarzmalen“

          So wie eben Trapp im Kerngeschäft Bundesliga. Dort kann er auf 200 Spiele zurückblicken, wobei ihm der Jubiläumseinsatz in Leverkusen nicht gefallen hat. Bei der 1:3-Niederlage unterlief Trapp vor dem 0:1 ein Lapsus. Der Torhüter selbst sah keinen Fehler bei sich, als ihm Leon Bailey den Ball zwischen den Beinen hindurch ins Tor bugsierte, aber Hütter. „Kevin schaut da nicht gut aus“, sagte der Coach, der die Szene „sehr billig“ fand. Trotzdem war Trapp – wie so oft – der beste Mann der Eintracht. „Kevin hat uns bis zur 70. Minute im Spiel gehalten“, sagte Hütter.

          Knapp zwei Wochen sind seitdem vergangen, und Trapp kann erst wieder an diesem Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) gegen den Rhein-Main-Nachbarn Mainz 05 zeigen, dass der angepeilte Weg in die Königsklasse auch über ihn führt. „Wir dürfen jetzt nicht alles schwarzmalen, sondern müssen mit Freude an die letzten drei Aufgaben herangehen“, sagt er.

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          Schon nach dem Tiefschlag im Borussia-Park, wo die Eintracht Hütters zukünftigem Klub 0:4 unterlag, kritisierte Trapp die Kritiker, die einen Zusammenhang zwischen Hütters Bekanntmachung und der Niederlage in Mönchengladbach sahen. „Jeder soll sich einfach freuen und mit uns mitfiebern und uns anfeuern, dass wir unser großes Ziel erreichen“, sagte der Frankfurter Torsteher, der sich in Interviews mit ruhiger Stimme Gehör verschafft und zu den gefragtesten Eintracht-Profis gehört.

          Die Eintracht zurück in Europa – trotz der aktuell 47 Gegentore, die der zumeist machtlose Trapp schon hinnehmen musste? Für den frankophilen Saarländer, der in Hessen seine sportliche Heimat gefunden hat, wäre es die Rückkehr in vertrautes Terrain. In der Europa League, deren Teilnahme die Eintracht jetzt schon sicher hat, ist Trapp 24-mal zum Einsatz gekommen. In der Champions League hat er mit seinem vormaligen Klub Paris Saint-Germain das Dutzend vollgemacht. Spiel Nummer 13 und weitere sollen im Dress der Eintracht folgen. Trapp hätte großen Anteil daran.

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