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Hertha und Union : Das große Schweigen in Berlin

Der Bär ist noch nicht in Tanzlaune: Der Fußball tritt in Berlin in den Hintergrund. Bild: dpa

Es könnte endlich, was den Fußball angeht, so etwas wie Aufbruchsstimmung herrschen in Berlin. Doch Hertha und Aufsteiger Union kämpfen mit ihren jeweils ganz eigenen Begrenzungen.

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          Zum ersten Mal seit mehr als vierzig Jahren gibt es in Berlin wieder zwei Fußballklubs in der ersten Liga. Zuletzt war das 1977 so, in West- und in Ost-Berlin. Damals hieß die Nummer zwei im freiheitlichen Teil noch Tennis Borussia, längst versunken in der fünften Liga. Auf der anderen Seite der Mauer verhinderte damals ein Aufsteiger namens Union Berlin hinter dem allmächtigen BFC Dynamo mit größter Mühe immerhin den Abstieg.

          Bundesliga
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Doch nun, fast genau dreißig Jahre nach dem Mauerfall, sind erstmals beide Teile der Stadt in der gemeinsamen ersten deutschen Liga angekommen. Was das an Aufmerksamkeit und Aufwertung für den Fußball in der Hauptstadt bedeutet, lässt sich schon am ersten Spieltag erahnen: Hertha BSC eröffnet die Saison mit dem Spiel bei Rekordmeister Bayern München an diesem Freitag (20:30 Uhr/ live in F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga, ZDF und DAZN), Union Berlin empfängt am Sonntag 18 Uhr (live in F.A.Z.-Liveticker zur Bundesligaund Sky) bei seiner Premiere RB Leipzig – ein paralleles Berliner Kräftemessen mit der Nummer eins und drei der Vorsaison.

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