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3:0 gegen SC Freiburg : Darmstadt vertagt den vorzeitigen Abstieg

  • -Aktualisiert am

Den Abstieg hat Darmstadt erst mal vertagt. Bild: dpa

Zum dritten Mal gelingt es Darmstadt 98 den vorzeitigen Abstieg in die zweite Liga zu verhindern. Gegen SC Freiburg gewinnen die „Lilien“ mit 3:0 – damit ist der Relegationsplatz rechnerisch noch möglich.

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          Darmstadt. Schon am dritten Wochenende in Serie hieß es für die „Lilien“: siegen oder aus der Liga fliegen. Und am Samstag ist der SV Darmstadt 98 durch den 3:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg abermals dem sicheren Abstieg von der Schippe gesprungen. Nebenbei schrieben die dennoch dem Untergang in der Bundesliga geweihten Südhessen noch Vereinsgeschichte: Drei Siege in Serie erster Klasse gab es in Darmstadt noch nie.

          Der Torschütze zum 1:0: Felix Platte. Bilderstrecke

          Die SVD-Fans und ihre bestens gelaunten Zuschauer im mit 17400 Zuschauern ausverkauften Stadion am Böllenfalltor hatten von Beginn an einen Heidenspaß an diesem Match. Die neue Lust und Leichtigkeit der „Lilien“ traf mit voller Wucht auf einen verkrampft agierenden SC Freiburg, der nicht so recht zu wissen schien, wie ihm gerade geschieht. Zu keiner Zeit war ersichtlich, welche Partei abgeschlagenes Tabellenschlusslicht ist und welche den Europapokal ins Visier genommen hat.

          Die Südhessen übernahmen von Beginn an das Kommando, und mit jeder Minute Spielzeit schienen ihnen neue Kräfte zu wachsen. Zumal sich auch eine ungekannte spielerische Qualität der von Trainer Torsten Frings in den vergangenen Wochen mit vielen richtigen Personal- und Taktikfragen beflügelten Darmstädter entfaltete. Angreifer Felix Platte schloss einen der sehenswerten Angriffe per Kopf zur verdienten Führung ab (22.). Der überragende Jerome Gondorf war nach einem Freistoß so frei, Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 2:0 einzuköpfen.

          Der Freiburger Trainer Streich hatte sich den leblosen Auftritt seines Teams innerlich brodelnd angeschaut. Irgendwann war aber sein Feuer an diesem Tag erloschen, und so gaben sich die Breisgauer, die kurz vor der 70. Minute ihren ersten Erfolg versprechenden Angriff zu initiieren mochten, ihrem Schicksal hin.

          Gondorf (59.) und Marcel Heller boten sich nach dem Wechsel weitere Großchancen, zu erhöhen. Doch an einem Tag, an dem alle Darmstädter Wünsche in Erfüllung zu gehen schienen, war der dritte Treffer Sven Schipplock vorbehalten. Jenem Angreifer, der unter einer zweijähriger Torflaute in der Bundesliga litt. Bis zu jener 65. Minute, als der Ball nach einer Ecke an seinem Fuß landete, er sich drehte und das Spielgerät irgendwie seinen Weg ins Netz fand. Das war der ultimative Partykracher an einem Nachmittag, in dem die Freiburger höfliche Gegner auf dem Darmstädter Festplatz blieben.

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