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Aufstiegskampf in Liga zwei : Lieberknecht will mit Darmstadt mitmischen

Thorsten Lieberknecht kann mit Darmstadt 98 in die Bundesliga aufsteigen. Bild: dpa

Mit einem Auswärtserfolg beim FC St. Pauli könnten die „Lilien“ wieder auf einen Aufstiegsplatz vorrücken. Doch der aktuelle Trend spricht gegen sie. Ausgerechnet gegen die Topklubs läuft es nicht.

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          Für Platz vier gäbe es in der Endabrechnung aus Sicht des Darmstädter Trainers Torsten Lieberknecht die undankbare „Holzmedaille“. Blöd nur: Vier Spieltage vor Rundenende der Zweiten Fußball-Bundesliga stehen die „Lilien“ auf Rang vier. Im Finale des Aufstiegskampfes droht den Südhessen die denkbar ärgerlichste Platzierung. Sie müssen deshalb schleunigst zu alter Stärke zurückzufinden. In der Hinrunde gab es gegen die Aufstiegskonkurrenz, die mit Schalke, Bremen, St. Pauli und Nürnberg prominente Namen aufweist, keine Niederlage.

          2. Bundesliga
          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Nur beim 2:2 gegen den Hamburger SV wurde nicht gewonnen. Doch in der Rückrunde sind die Darmstädter auf höchstem Niveau nicht mehr gewohnt wettbewerbsfähig. Es setzte zu viele Pleiten: 2:5 gegen Schalke, 1:3 in Nürnberg, 0:1 gegen Bremen und sogar 0:5 gegen Hamburg. Die Duelle gegen die momentanen Top-Sechs-Vereine gingen alle verloren. Einen Versuch haben die „Lilien“ noch: an diesem Samstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga, bei Sport 1 und Sky) im Auswärtsspiel gegen St. Pauli. Auf Platz drei stehend, haben die Hamburger zwei Punkte Vorsprung vor dem SVD, bei dem Torwarttrainer Dimo Wache seinen Vertrag am Freitag bis zum 1. Juli 2025 verlängert hat.

          Er erwarte von seiner Mannschaft nach dem 2:5 gegen Schalke, „dass sie trotz der Enttäuschung der Niederlage stabil bleibt und wieder aufsteht. Hier im Verein gibt es das Motto: Du musst kämpfen. Das müssen wir leben und uns immer wieder in Erinnerung rufen“, fordert Lieberknecht. „Trotz der Niederlagen haben wir gezeigt, dass wir zu Recht dort oben mitmischen dürfen. Doch diese Aufstehmentalität müssen wir immer wieder zeigen – bis gar nichts mehr geht.“ Zuletzt ging bei den „Lilien“ zu wenig. Von den zurückliegenden fünf Spielen konnte sie nur eins für sich entscheiden. Und keine der vergangenen sechs Begegnungen überstanden die Darmstädter ohne Gegentreffer.

          Ein Hellseher ist auch Lieberknecht nicht. Um nach dem St.- Pauli-Spiel das Saisonfinale tabellarisch vorhersehen zu können, fehle ihm „die Glaskugel“. Doch sein Gefühl sagt dem Fußballlehrer, „dass es bis zum letzten Spieltag gewisse Konstellationen geben wird, mit denen man jetzt noch nicht rechnet“. Lieberknechts großer Favorit bleibt der Sechstplatzierte HSV. Schalke habe gefühlt am vergangenen Spieltag in Darmstadt „den Aufstieg schon klar gemacht. Trotzdem wünsche ich es uns und St. Pauli am meisten“, sagte der „Lilien“-Trainer und grinste.

          Im Spiel am Millerntor wird Lieberknecht sein Team aufgrund der vierten Gelben Karte nicht coachen können. Für ihn steht „federführend“ Assistenztrainer Ovid Hajou an der Seitenlinie. Die Ansprache vor dem Spiel darf Lieberknecht aber halten, wie er in der Halbzeitpause in die Kabine kann. „Nur das Spiel an sich werde ich auf der Tribüne verfolgen und vermutlich bei unserem Videoanalysten Max Kohl sitzen, der ohnehin immer über Funk mit der Bank verbunden ist“, sagte Lieberknecht. Den kurzen Draht nach unten hat der Trainer über Umwege also.

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