https://www.faz.net/-gtm-9xn7z

Bundesliga in Coronakrise : Gladbach-Profis verzichten freiwillig auf Gehalt

  • Aktualisiert am

„Ich bin sehr stolz auf die Jungs“: Borussia Mönchengladbach kürzt sich das Gehalt. Bild: dpa

Auch der deutsche Fußball gerät durch die Coronakrise in Not. Nun ist Borussia Mönchengladbach der erste Profiverein der Bundesliga, bei dem viele im Klub freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten.

          1 Min.

          Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. „Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer“, sagte Sportchef Max Eberl am Donnerstag. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ soll der Klub monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Coronakrise und der Spielpause deswegen in der Bundesliga anderen Angestellten des Klubs Jobs und Einkommen sichern.

          „Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, sagte Eberl weiter. „Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen.“ Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers hatte zuletzt eingeräumt, dass jedes Heimspiel, das wie das 2:1 gegen den 1. FC Köln vor gut einer Woche ohne Zuschauer durchgeführt werden muss, dem Verein rund zwei Millionen Euro netto kostet. Sollte die Bundesliga gar nicht mehr spielen können, drohen den Klubs wegen möglicher fehlender TV-Einnahmen sogar noch größere Einbußen.

          Schippers bekräftigte, wie ernst die Lage allgemein sei: „Ziel ist es, dass Borussia Mönchengladbach diese Coronakrise übersteht. Ziel ist es, dass wir das schaffen, ohne betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen.“ Denkbar sei in dem Zusammenhang auch, Kurzarbeit zu beantragen. „Wir sind dabei, das zu prüfen.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.