https://www.faz.net/-gtm-9zabh

Fortsetzung in Corona-Krise : Subotic sieht Bundesligaspieler übergangen

  • Aktualisiert am

Enttäuscht von der Bundesliga: Neven Subotic fordert Mitsprache für die Spieler. Bild: dpa

Neven Subotic denkt über den Tellerrrand der Fußball-Bundesliga hinaus. Entsprechend äußert sich der Innenverteidiger von Union Berlin auch zur Fortsetzung der Bundesliga in der Corona-Krise. Subotic hat Bedenken.

          1 Min.

          Neven Subotic vom Fußball-Bundesligaverein Union Berlin hätte sich vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine stärkere Einbindung der Profis gewünscht. „Nach meinem Wissensstand hatten die Spieler keinen Einfluss auf die Entscheidungsfindung“, sagte der 31-Jährige am Samstag im Gespräch mit dem Deutschlandfunk: „Wir als Spieler wurden informiert, nachdem alles entschieden war.“

          Dies sei „ein bisschen enttäuschend. In Italien und England ist der Spielerverband eine Instanz, die in solchen Krisenfällen konsultiert wird. Hier in Deutschland ist das nicht der Fall.“

          Kein grundsätzlicher Zweifel

          Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass die Bundesliga am 16. Mai ihre Saison fortsetzt. Dazu hatte sie ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept entworfen. An diesem zweifelt Subotic nicht grundsätzlich.

          „Ich traue mir nicht zu, das Konzept zu bewerten, dafür habe nicht die Kompetenz“, sagte er: „Es wurde politisch bewertet und bewilligt, ich denke und hoffe, dass dies nicht passiert wäre, wenn es größere Lücken gäbe.“

          Zuletzt hatte Subotic im Gespräch mit der englischen BBC deutliche Bedenken geäußert. „Ich glaube, egal wann wir starten, es wird immer zu früh sein“, sagte der Innenverteidiger: „Auch wenn wir in ein paar Wochen starten würden, wäre es zu früh. Hätten wir schon angefangen, wäre es zu früh gewesen. Würden wir sogar erst in ein paar Monaten wieder anfangen, wäre es vielleicht immer noch zu früh.“

          Weitere Themen

          IOC leitet Untersuchung ein Video-Seite öffnen

          „Fall Timanowskaja" : IOC leitet Untersuchung ein

          Im Fall der belarussischen Leichtathletin Kristina Timanowskaja leitet das IOC eine offizielle Untersuchung gegen den nationalen Verband aus Belarus ein. Timanowskaja gibt an, sie hätte von ihrem Verband zur Rückkehr nach Minsk gezwungen werden sollen, nachdem sie Kritik an Funktionären geübt habe. Auf dem Tokioter Flughafen habe sie sich dann an die Polizei gewandt.

          Topmeldungen

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

          Einschränkungen für Ungeimpfte : Spahn plant Maskenpflicht bis 2022

          Das Bundesgesundheitsministerium will den Druck auf Impfmuffel erhöhen: Gratistests sollen im Herbst entfallen und für Ungeimpfte könnten „erneut weitergehende Einschränkungen notwendig werden“.
          Im Flutgebiet: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

          Flutkatastrophe : Die Politik muss in den Flutgebieten rasch handeln

          Wenn die Politik nicht entschlossen handelt, kann der Bedrohung der Menschen in den Flutgebieten eine Bedrohung des Vertrauens in das politische System folgen. Ratlos wirkende Kanzlerkandidaten sind in dieser Situation keine Hilfe.
          Eine Covid-19-Teststation in der chinesischen Stadt Zhengzhou

          Corona-Ausbruch in China : Die Thermometer sind zurück

          Peking hatte die seit langem niedrigen Corona-Zahlen mit einer „Überlegenheit des chinesischen Systems“ erklärt. Doch nun gibt es so viele Neuinfektionen wie seit April 2020 nicht mehr. Die Behörden greifen zu drastischen Mitteln.
          Im Fokus: Thomas Bach, hier 2020

          IOC-Präsident Thomas Bach : Direktor ohne olympischen Geist

          „Wir fühlen uns betrogen“: Der Umgang mit Hiroshima lässt Japans Ärger über Thomas Bach, den deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, weiter wachsen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.