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Corona-Sorgen im Profifußball : Bundesligapartie Mainz gegen Augsburg verlegt

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Wird dieses Wochenende nicht im Einsatz sein: Mainz-Trainer Bo Svensson Bild: dpa

Erst das Spiel gegen Borussia Dortmund, nun auch noch das Aufeinandertreffen mit dem FC Augsburg: Der Corona-Ausbruch beim Fußball-Bundesligaklub Mainz 05 hat weitreichende Folgen. Auch weitere Klubs melden Fälle.

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          Die abermals stark steigenden Corona-Zahlen stellen auch den Profifußball vor immer größere Herausforderungen. Das für Samstag angesetzte Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Augsburg und dem 1. FSV Mainz 05 ist an diesem Donnerstag zunächst abgesagt worden. Mainz stehe „infolge positiver Corona-Befunde weiterhin nicht die nach der DFL-Spielordnung notwendige Mindestanzahl an Spielern zur Verfügung“, schrieb die DFL. Einen neuen Termin gibt es noch nicht. Geplant ist, dass die Mainzer zunächst am kommenden Mittwoch die Partie gegen Dortmund nachholen.

          Bundesliga

          Bisher haben sich nach Klubangaben insgesamt 20 Personen aus der Mainzer Mannschaft und dem Trainer- und Betreuerstab mit dem Coronavirus infiziert. Die vorgeschriebene Quarantänezeit läuft bei einer Reihe von Profis zwar bald ab, doch für das Spiel gegen Augsburg reichte es nicht.

          Einen Antrag auf Verschiebung hat auch der Zweitligaverein Hamburger SV gestellt. Nach einem Corona-Ausbruch im Team wollen die Norddeutschen das für Samstag vorgesehenen Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue verlegen. „Wir wären in der aktuellen Lage leider nicht spielfähig und haben die für heute angesetzten Trainingseinheiten abgesetzt“, sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt.

          Positive Tests in Hamburg und Düsseldorf

          Die Corona-Verdachtsfälle hätten sich nach Testungen bestätigt. „Ein Großteil des Kaders und des Staffs hat sich mit dem Coronavirus angesteckt“, teilte der HSV mit, ohne aber die genaue Anzahl der Erkrankten zu nennen. Ligakonkurrent Fortuna Düsseldorf wurde konkreter und vermeldete bereits 14 infizierte Profis, auch Chefcoach Daniel Thioune ist betroffen. Offen ist, ob die Düsseldorfer am Samstag in Paderborn antreten können. Der Verein sei mittlerweile deswegen mit der DFL im Austausch, hieß es. Die verbliebenen gesunden Spieler absolvieren ihre Trainingseinheiten.

          Sorgen wegen Corona-Ausfällen haben immer mehr Klubs. Eine nicht genau bezifferte Anzahl an Verdachtsfällen erschwert die Planungen des SC Freiburg für das Spiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg. Der 1. FC Union Berlin muss gegen den VfB Stuttgart nach weiteren Fällen auf ein Quartett verzichten. Nach Torwart Andreas Luthe und Stürmer Kevin Behrens fehlen den Eisernen die ebenfalls positiv auf das Virus getesteten Mittelfeldspieler Levin Öztunali und Genki Haraguchi.

          Borussia Mönchengladbach fehlt im wichtigen Ligaspiel am Samstag gegen Hertha BSC ausgerechnet Trainer Adi Hütter. Der Österreicher befindet sich nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne. In Frank Geideck ist ein weiterer Assistent Hütters bereits seit Dienstag in Isolation. Auch Interimstrainer Mike Büskens fehlt dem FC Schalke 04 bei seinem ersten Spiel in der neuen Funktion. Die ersten Übungseinheiten des Zweitligateams hatte er wegen seiner Infektion nur aus dem Homeoffice verfolgen können. Auch der Schalker Sportdirektor Rouven Schröder hat sich mittlerweile infiziert und ist beim Spiel am Sonntag in Ingolstadt wie Büskens nicht dabei.

          Weitere Entscheidungen stehen aus. Einem Antrag auf Verlegung kann nach der DFL-Spielordnung stattgegeben werden, wenn weniger als 16 Spieler zur Verfügung stehen. Darunter müssen mindestens neun Lizenzspieler und unter ihnen ein Torhüter sein. Verletzte oder gesperrte Akteure zählen als zur Verfügung stehend und nicht zu den Ausfällen.

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