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Trotz Corona-Auflagen : Schalke-Profi Harit besucht Shisha-Bar

  • Aktualisiert am

Blieb nicht in seiner Wohnung: Schalke-Profi Amine Harit (links) verstieß gegen die Corona-Auflagen. Bild: AP

Ärger beim Bundesligaklub FC Schalke: Amine Harit hält sich nicht an die Vorgaben in der Coronakrise und macht sich zu einem nächtlichen Ausflug auf. Sein Verein reagiert entschieden: „Das ist nicht zu tolerieren.“

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          Der FC Schalke 04 hat seine durch die Corona-Krise verursachte Trainingspause verlängert. Die Profis werden nicht wie ursprünglich geplant am nächsten Montag, sondern erst später wieder zusammentreffen. Wie der Fußball-Bundesligaverein mitteilte, werden mit „dieser zweiwöchigen Teampause auch empfohlene Verhaltensmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts“ eingehalten.

          „Unter diesen außergewöhnlichen und schwierigen Umständen für viele Menschen ist Fußball alles anderes als wichtig. Dennoch ist es unsere Pflicht, uns in unserem Beruf so professionell wie möglich zu verhalten“, sagte Trainer David Wagner, dessen Team zuletzt am 13. März gemeinsam trainiert hatte.

          Der Revierklub hatte die Spieler mit Spinningrädern, Gewichten und weiterem Equipment ausgestattet, damit sie sich in den vergangenen Tagen daheim fit halten konnten. „Wir hoffen, dass es am 27. März einen neuen Informationsstand gibt und wir weitere Signale der DFL erhalten haben, mit welchem Zeitplan die weitere Saison angegangen wird. An diesem werden wir unsere weiteren Überlegungen hinsichtlich der Trainingssteuerung ausrichten“ sagte Wagner.

          „Es war ein Fehler“

          Derweil ist Offensivspieler Amine Harit mit einem nächtlichen Besuch einer Shisha-Bar negativ in die Schlagzeilen geraten. Trotz der derzeitigen Corona-Situation hielt sich der 22 Jahre alte Marokkaner nach Informationen der Bild-Zeitung Donnerstagnacht gegen 1.30 Uhr in einer Bar in Essen auf.

          „Es stimmt, Amine war mit einem Bekannten dort, weil ihm Zuhause die Decke auf den Kopf gefallen ist. Es war ein Fehler, den hat er jetzt auch eingesehen“, bestätigte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider der Bild. „Ich habe ihm nochmal den Ernst der aktuellen Lage vor Augen geführt. In dieser schlimmen Krisensituation sind Dinge, die gestern noch normal waren, heute nicht mehr zu tolerieren. Amine tut es sehr leid, und es wird nicht wieder vorkommen.“

          Anwohner hatten die Polizei informiert, dass das Lokal trotz der derzeitigen Corona-Vorschriften zu später Stunde noch immer geöffnet war. Bei der Kontrolle hätten die Beamten neben dem Personal zehn weitere Personen angetroffen – unter anderem Harit.

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