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Leipzig-Chef Oliver Mintzlaff : „Jetzt haben wir 80 Millionen Virologen“

„Wir haben bisher viele Hauruckaktionen erlebt“, sagt Oliver Mintzlaff. Bild: dpa

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligaklubs RB Leipzig, spricht im Interview über den speziellen Corona-Plan seines Vereins, den neuen Transfermarkt und die Angst vor geplatzten Lebensträumen.

          8 Min.

          Auch in schweren Zeiten hat es RB Leipzig mit seinem Finanzier leichter als andere Bundesligaklubs. Sehen Sie die Lage auch so?

          Michael Horeni
          Fußballkorrespondent Europa in Berlin.

          Das würde ich nicht so sagen. Wir haben zwar mit unserem Hauptgesellschafter Red Bull in der ausgegliederten GmbH einen starken Partner. Der hat uns in den vergangenen Jahren auch eine gute Start-up-Hilfe gegeben, um den Klub innerhalb von zehn Jahren von der fünften Liga in die Champions League führen zu können. Wir verstehen uns auch als ein Start-up, und da braucht man eine andere Förderung und anfängliche Finanzspritzen. Dass wir den Markt in den vergangenen Jahren aber nicht mit unfassbaren Transfersummen überschwemmt haben, sondern ausgesprochen nachhaltig haushalten, ist auch bei vielen Menschen angekommen. Das sieht man nicht zuletzt an unserer Mannschaft, die wir über die dritte, zweite und nun in der ersten Liga kontinuierlich und nachhaltig entwickelt haben. Genauso nachhaltig wie auf dem Rasen wirtschaften wir aber auch in den anderen Bereichen. Nach vier Wochen müssen wir hier nicht die Türen zusperren und Insolvenz anmelden. Bisher haben wir weder Kurzarbeitergeld beantragt noch Personaleinschnitte vorgenommen. Aber wenn die nächste TV-Tranche ausfallen sollte, dann müssten auch wir über andere Maßnahmen nachdenken.

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