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TV-Gelder in der Corona-Krise : Sky sucht Lösungen für die Bundesliga

Sky überträgt die meisten Spiele der Fußball-Bundesliga live im TV. Bild: dpa

Der TV-Vertrag ist der größte Geldgeber der Fußball-Bundesliga. Durch die Corona-Krise drohen diese Einnahmen wegzufallen. Nun äußert sich Hauptzahler Sky zu Gesprächen mit der Deutschen Fußball Liga.

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          Der Bezahlsender Sky hat Gespräche mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) bestätigt, in denen es um Vorauszahlungen zur Liquiditätssicherung von Klubs während der anhaltenden Saisonunterbrechung in der Corona-Krise geht. Man stünde in ständigem Austausch mit dem langjährigen Partner DFL, teilte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage mit. „In diesem Zusammenhang gibt es Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potentielles Timing konstruktive Lösungen zu finden.“

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die DFL wollte dazu keinen Kommentar abgeben. Sky zeigt mit Abstand die meisten Spiele live und ist der bedeutendste Medienpartner der Bundesliga. Der Vertrag läuft noch bis zum Ende der nächsten Saison. Für dieses Recht zahlt das Unternehmen, welches zum amerikanischen Kabelkonzern Comcast gehört, jedes Jahr fast eine Milliarde Euro an die DFL. Im Mai wird die letzte Rate für diese Bundesliga-Spielzeit fällig, doch seit Mitte März ruht der Ball.

          Es geht darum, mit Sky einen Deal auszuhandeln, damit finanziell angeschlagenen Klubs frisches Geld zufließen kann. Zu hören ist von Vereinsseite, dass auch mit den anderen Medienpartnern Gespräche laufen sollen – wie Dazn, RTL, Sport 1 oder den öffentlich-rechtlichen Sendern. Die DFL hat die Spiele bis zum 30. April ausgesetzt.

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